Patriarch Porfirije: „Gottesliebe zeigt sich in der Liebe zum Nächsten“

Der Primas der Serbisch-Orthodoxen Kirche legte Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht aus. Foto: spc.rs
Bei der Feier der Heiligen Liturgie am elften Sonntag nach Pfingsten, dem 24. August 2025, betonte der serbische Patriarch Porfirije in Belgrad die zentrale Bedeutung der Nächstenliebe als Ausdruck der Liebe zu Gott. In seiner Predigt über das Evangelium vom unbarmherzigen Knecht (Mt 18,23–35) rief er die Gläubigen dazu auf, Gottes Gebote im täglichen Miteinander zu verwirklichen. Die Serbisch-Orthodoxe Kirche berichtete darüber auf ihrer Webseite.
„Wie sehr wir Gott lieben, zeigt sich in unseren Beziehungen zueinander“, erklärte der Patriarch in der Kirche des Heiligen Stevan von Dečani. Jeder Mensch sei ein Abbild Gottes – egal wie verschieden er sei – und somit ein Geschenk, kein Rivale. Nur in der Bereitschaft zur Vergebung und zur liebevollen Begegnung könne das Geheimnis des Himmelreichs schon jetzt erfahren werden.
Patriarch Porfirije erinnerte auch an das erste Wunder Christi bei der Hochzeit zu Kana als Zeichen der heilenden und segnenden Gegenwart Gottes im menschlichen Zusammenleben. Die Liebe, die Christen im Alltag lebten – in der Familie, in der Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz – sei der Ort, an dem sich ihr Glaube konkret verwirkliche. So sei das Himmelreich kein fernes Ideal, sondern könne „hier und jetzt“ erfahrbar werden, wenn Menschen einander annehmen, vergeben und in Christus verbunden bleiben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche mahnte, die Kirche dürfe sich nicht dem Zeitgeist anpassen.
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