„Glaube ist Vertrauen“ – Patriarch Porfirije predigt in Belgrad

Der Primas der Serbisch-Orthodoxen Kirche legte das Evangelium von der Heilung der Blinden und des Taubstummen aus. Foto: spc.rs

Am 27. Juli 2025 zelebrierte Patriarch Porfirije die Göttliche Liturgie in der Kirche des Heiligen Erzengels Gabriel in Belgrad. In seiner Predigt stellte er den Glauben als aktives Vertrauen und gemeinschaftliches Band zwischen Mensch und Gott in den Mittelpunkt. Dies teilte die Serbisch-Orthodoxe Kirche auf ihrer Webseite mit.

In der traditionsreichen Kirche des Heiligen Erzengels Gabriel in Belgrad, gestiftet zum Gedenken an gefallene Helden des Ersten Weltkriegs, legte Patriarch Porfirije das Evangelium aus. Anhand der Heilungen von zwei Blinden und einem Taubstummen betonte er, dass der christliche Glaube weit mehr sei als das bloße Fürwahrhalten göttlicher Existenz. „Glaube ist Vertrauen“, so der Patriarch – ein Vertrauen, das Beziehungen ermöglicht und Gemeinschaft stärkt.

Er hob hervor, dass Gottes Liebe dort wirkt, wo der Mensch sich ihm bewusst zuwendet und ihn einlädt. Der Glaube sei kein magisches Werkzeug, sondern Ausdruck gelebter Verbindung – mit Gott wie mit den Mitmenschen. Dies zeige sich besonders im Handeln Jesu, der „lehrte, predigte und heilte“, ohne ein theoretischer Ideologe zu sein.

Patriarch Porfirije erinnerte daran, wie Gottes Wirken oft durch den Glauben anderer möglich wird – etwa durch das Gebet der Eltern, Freunde oder der Gemeinde.

Anhand der biblischen Geschichte von Sodom und Gomorra unterstrich der Patriarch, dass fehlender Glaube nicht nur die Beziehung zu Gott, sondern auch das zwischenmenschliche Miteinander zerstört.

Abschließend rief er dazu auf, durch echten Glauben Raum für die Gnade Gottes zu schaffen – damit Vergebung, Verständnis und Liebe im Alltag gelebt werden können.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Serbische Kirche das Volk zur Beendigung der Konflikte aufgerufen habe.

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