Massentaufe mit Patriarch Ilia II. in Georgien
Das Konzept der Massentaufen wird seit 2008 umgesetzt. Unter Patriarch Ilia II. blühte die Georgische Orthodoxe Kirche wieder auf. Foto: patriarchate.ge
Zum Fest der Heiligen Dreifaltigkeit fand in Tiflis die 71. Massentaufe der Georgischen Orthodoxen Kirche mit rund 1000 Kindern statt. Dies berichtete die Kirche auf ihrer Facebook-Seite.
Die Taufen fanden in der Dreifaltigkeits-Kathedrale in Tiflis in Anwesenheit und mit dem Segen von Katholikos-Patriarch Ilia II. statt. Der betagte Primas wurde dabei Pate für das dritte und jedes weitere Kind von Ehepaaren, die kirchlich verheiratet sind. Patriarch Ilia II. hat inzwischen rund 50.000 Patenkinder.
Das Konzept der Massentaufen und der Patenschaft wird von der Kirche seit 2008 umgesetzt, um die demographische Lage im Land und in der Kirche zu verbessern.
Patriarch Ilia II. ist seit 1977 im Amt. Durch die Kirchenverfolgung in der Sowjetzeit war das orthodoxe Leben in Georgien damals nur noch rudimentär vorhanden. Unter Patriarch Ilia II. stieg die Anzahl der orthodoxen Diözesen Georgiens auf fast 40, es wurden neue Klöster und Kirchen gebaut. Die Bibel wurde in modernem Georgisch gedruckt, zahlreiche theologische Zeitschriften und Zeitungen wurden veröffentlicht, und es wurden orthodoxe Alters- und Behindertenheime, Waisenhäuser und Jugendzentren gebaut.
Der Patriarch setzt sich für die Wiedereinführung der Monarchie in Georgien ein und bezieht gegen Homosexualität und LGBT-Aktivitäten Stellung.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Georgien am Tag der Heiligkeit der Familie eine Prozession mit mehreren tausenden Teilnehmern stattfand.
Lesen Sie auch
Erzpriester Mihail Rahr rief zu ehrlicher Prüfung des eigenen Glaubens auf
Predigt in der Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor über Glaubensschwäche, Umkehr, Demut und die Gnade Gottes.
Reliquien des heiligen Gorazd nach 1200 Jahren nach Mähren zurückgekehrt
Teil der Reliquien des Schülers von Kyrill und Methodius aus Albanien nach Olomouc gebracht – auch Reliquien des heiligen Angelar überführt
Orthodoxe Pilgerfahrt zur Verklärung des Herrn nach Talmont-sur-Gironde
Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa lädt am 18. und 19. August 2026 zur traditionellen Feier ein
Britischer Millionär übernimmt Rechtskosten für angeklagte Straßenprediger
Samuel Leeds kritisiert zunehmenden Druck auf Christen und spricht von „Doppelmoral“.
Vandalismus im Soester St.-Patrokli-Dom: Seitenaltar und Statue beschmiert
Schwarze Farbe an Statue, Altar und Gemäuer verursacht rund 15.000 Euro Schaden – Kriminalpolizei ermittelt
Gottesmutterfasten hat für orthodoxe Christen begonnen
Das zweiwöchige Fasten vor dem Fest der Entschlafung der Gottesmutter gilt als eine der stärksten Fastenzeiten.