Innenministerium: 63 Angriffe auf Sakralbauten in Österreich

Die Wiener Beobachtungsstelle OIDAC Europe warnt angesichts aktueller Zahlen zu Hasskriminalität vor einer wachsenden Bedrohung für christliche Gemeinden in Österreich. Foto: Wikipedia

Laut dem aktuellen "Hate-Crime-Lagebericht" des Wiener Innenministeriums wurden im Jahr 2024 insgesamt 63 religiös motivierte Sachbeschädigungen an Sakralbauten registriert, davon 50 an christlichen Einrichtungen. Zudem zählte die Polizei zwölf körperliche Angriffe sowie acht gefährliche Drohungen mit christenfeindlichem Hintergrund. Dies berichtete die katholische Presseagentur "Kathpress" auf ihrer Webseite

Obwohl die Anzeigen wegen Kirchenvandalismus zurückgegangen seien, blieben diese Straftaten weiterhin ein ernst zu nehmendes Problem, ordnete Anja Hoffmann ein. Sie ist Direktorin der "Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa" (OIDAC) mit Sitz in Wien.

Klassische Fälle seien laut Hoffmann Hassparolen an Kirchenwänden, Altarschändungen oder verschmutzte Weihwasserbecken. Viele Kirchen seien daher außerhalb der Gottesdienstzeiten nicht mehr geöffnet. Auch die Zahl körperlicher Übergriffe sei besorgniserregend – Österreich liege dabei im oberen Bereich.

Hoffmann wies auch auf die zivilgesellschaftliche Meldestelle christenschutz.at hin. Über diese können seit Kurzem in Österreich christenfeindliche Vorfälle gemeldet werden.

Der vollständige Bericht zur Hasskriminalität 2024 ist auf der Webseite des Innenministeriums abrufbar.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Islamisten in Nigeria fünf Christen töteten und 110 weitere entführen.

Lesen Sie auch

Patriarch von Konstantinopel wird zur Beisetzung von Patriarch Ilia anreisen

Patriarch Bartholomäus wird zur Beisetzung des georgischen Patriarchen Ilia II. nach Tiflis reisen, die am 22. März stattfindet.

Hochrangiger Vertreter der armen. Kirche aus U-Haft in Hausarrest überführt

Das Berufungsgericht von Jerewan gab dem Antrag der Verteidigung von Erzbischof Mikael Adschapachjan statt.

Präsident Georgiens: Patriarch Ilia II. war eine Stütze für das Volk

Der georgische Präsident erklärte, Patriarch Ilia II. habe unauslöschliche Spuren in der Geschichte hinterlassen und werde für immer eine geistige Stütze für das georgische Volk bleiben.

Bischof Hiob besuchte Gemeinden in Münster und Bielefeld

Bischof Hiob hat während seiner erzpastoraler Visite einen Salbungsgottesdienst und Priesterweihe vollführt.

Rumänischer Primas bekundet sein Beileid zum Tod von Patriarch Ilia

Patriarch Daniel von Rumänien hat dem Synod der Georgischen Kirche sein Beileid ausgesprochen und Patriarch Ilia II. als herausragenden Hierarchen der modernen orthodoxen Kirche bezeichnet.

Erzbischof Ioannis sprach sein Beileid zum Tod von Patriarch Ilia II. aus

Der Oberhaupt der albanisch-orthodoxen Kirche hob den herausragenden Beitrag des verstorbenen Primas zur Wiederbelebung des Glaubens in Georgien hervor und hielt für ihn eine Gedenkfeier ab.