Einzelheiten zum Appell des Hierarchen von Zypern an Patriarch Bartholomäus sind bekannt geworden

Metropolit Tychikos. Foto: Facebook-Seite der Metropole Paphos

Metropolit Tychikos von Paphos legte beim Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus Berufung gegen die Entscheidung der Erzdiözese Zypern vom 22. Mai 2025 ein, mit der er seinen Bischofssitz verloren hatte.

Die griechische Website der UOJ berichtete darüber und veröffentlichte Auszüge aus der offiziellen Beschwerde des Hierarchen.

Die Berufung stützt sich auf Artikel 81 der Satzung der Kirche Zyperns und weist darauf hin, dass bei der Prüfung der gegen den Metropoliten erhobenen Vorwürfe nicht nur gegen kirchenrechtliche Normen, sondern auch gegen die elementaren Grundsätze eines fairen Verfahrens in Rechtsstaaten verstoßen wurde.

Nach vorliegenden Informationen wurde der Text der Berufung an alle Hierarchen der Kirche von Zypern versandt. Viele, die zuvor die Absetzung von Metropolit Tychikos unterstützt hatten, hegen nun Berichten zufolge Zweifel und Bedauern hinsichtlich der getroffenen Entscheidung und des Verfahrens selbst.

Die Beschwerde betont ausdrücklich, dass vor dem Prozess weder ein kirchenrechtliches noch ein Ermittlungsverfahren durchgeführt wurde, wie es die Charta der Kirche von Zypern vorschreibt. Metropolit Tychikos erklärt, dass:

Darüber hinaus wurde er laut Aussagen des Metropoliten in der Sitzung vom 22. Mai verurteilt, ohne dass Anklage erhoben worden wäre. Dies stellt einen eklatanten Verstoß sowohl gegen die Kirchensatzung als auch gegen die grundlegenden Rechtsnormen dar.

In dem Appell heißt es:

„Das Verfahren, durch das ich aus dem Bischofssitz der Metropole Paphos entfernt wurde, hat nichts mit dem ‚gerechten Urteil‘ zu tun, von dem im Gesetz des Moses (Deuteronomium 16,18) die Rede ist und das die moderne Rechtsordnung (Artikel 6 der EMRK) verlangt. Es erinnert eher an das spöttische altgriechische Sprichwort: ‚Nach skythischer und samosatischer Art richten‘…“, heißt es in dem Dokument.

Der Metropolit betont, dass das Recht auf ein faires Verfahren keine Geste des guten Willens der Richter sei, sondern ein grundlegendes Menschenrecht, das von der gesamten zivilisierten Welt anerkannt werde.

Nun muss der Ökumenische Patriarch Bartholomäus eine Antwort geben: Kann eine solch harte Entscheidung, die unter Verletzung aller kanonischen und rechtlichen Normen getroffen wurde, als gültig anerkannt werden und schwerwiegende Folgen für das Leben der Metropole haben? Und haben der Erzbischof und die vorübergehende Mehrheit in der Synode das Recht, die Satzung der Kirche und die heiligen Kanones zu ignorieren?

Zuvor hatte die UOJ geschrieben, der zyprische Metropolit Tychikos habe beim Ökumenischen Patriarchen Berufung eingelegt.

Lesen Sie auch

Serbische Kirche bekräftigte Solidarität mit Familien vermisster Kosovo-Opfer

Diakon Vladimir Mihajlović aus der serbisch-orthodoxen Diözese Schweiz rief in Belgrad zu Wahrheit, Gerechtigkeit und dem Gedenken an die Vermissten auf

„Marsch fürs Läbe“ beharrt auf Zürcher Innenstadt als Kundgebungsort

Organisatoren legen Rechtsmittel gegen geplante Verlegung nach Oerlikon ein und verweisen auf das Demonstrationsrecht

Bischof Johannes von Branitsa: „Nur wer Buße sucht, nimmt Christus als Retter an“

Der Geistliche rief bei der Festliturgie zur Geburt Johannes des Täufers zur Umkehr und zum Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit auf

Priester Arsenije Jovanović: „Wo ist unser Schatz und wo ist unser Herz?“

Serbisch-orthodoxer Prediger rief in Ulm dazu auf, das Reich Gottes über materiellen Wohlstand zu stellen und auf Gottes Vorsehung zu vertrauen

Erste orthodoxe Liturgie nahe der historischen Glastonbury Abbey gefeiert

Gläubige der Warminster-Mission und aus Glastonbury versammelten sich zum Gottesdienst mit Hieromönch Mark (Underwood) aus Cardiff

Selenskij: Wir haben mit der Schweiz die Wiederherstellung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale vereinbart

Die Schweiz wird die Restaurierung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters finanzieren.