Bulgarischer Publizist: Vielleicht müssen Christen in die Katakomben zurückkehren
Katakomben in Rom. Foto: guide.planetofhotels
Der bekannte bulgarische Journalist und Übersetzer orthodoxer Literatur Andrej Romanow äußerte in einem Interview mit der UOJ-Filiale in Bulgarien die Meinung, dass die Verfolgung der kanonischen Ukrainischen Orthodoxen Kirche eine „Generalprobe für eine groß angelegte Christenverfolgung“ sein könnte.
Auf die Frage, ob es sich bei den Vorgängen in der Ukraine um ein geopolitisches Kräftemessen handelt, betonte der bulgarische Publizist, dass der Hauptgrund für die Verfolgungen nicht politischer, sondern geistlicher Natur sei.
„Alle Verfolgungen der Kirche – in unserem Land, in Russland, in der Ukraine während der kommunistischen Zeit – hatten eine geistliche Grundlage. Das wichtigste Motiv ist nicht politisch, sondern spirituell. Es ist ein geistlicher Kampf. Und wir wissen, wer dahintersteht – eine dunkle Macht, die die Menschheit hasst“, ist Andrej Romanow überzeugt.
Er rief Christen zudem dazu auf, nicht zu verzweifeln, und erinnerte daran, dass der endgültige Sieg Christus gehört:
„Christen dürfen nicht verzweifeln oder mutlos werden. Der Sieger ist der Herr, der Sieger ist Christus.“
Mit Blick auf die Zukunft des Christentums in der heutigen Welt äußerte Romanow die Vermutung, dass möglicherweise eine Zeit bevorsteht, in der sich Gläubige „in die Katakomben zurückziehen müssen – im wörtlichen oder übertragenen Sinn“ und dass sich das Christentum „in der Familie, in der Hauskirche“ erhalten wird.
In dieser Situation, so Romanow weiter, bestehe die wichtigste Aufgabe der Gläubigen darin, „die Reinheit unseres Gewissens und Geistes zu bewahren und unsere Kinder so zu erziehen, dass sie Träger des christlichen Geistes werden.“
Abschließend betonte Andrej Romanow die untrennbare Verbindung zwischen Orthodoxie und nationaler Identität und stellte klar, dass „Glaube und nationales Erbe nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen“, sondern gemeinsam „dem Globalismus entgegentreten, der sich gegen Nationen und Religionen richtet.“
Lesen Sie auch
Orthodoxe Gemeinde in Frankfurt kündigte Totengedenken an
In allen Gottesdienststätten werden Liturgie und Totengebete gefeiert; Gläubige sind eingeladen, Namen der Verstorbenen sowie Kollywa und Wein mitzubringen.
Seminar für serbisch-orthodoxe Geistliche in Jagodina abgehalten
Metropolit Jovan feierte die Göttliche Liturgie und eröffnete Fortbildung zum liturgischen Leben
Entführer tötete Seminaristen in Nigeria wegen seines Glaubens
Der Täter gab an, den jungen Christen ermordet zu haben, weil dieser auch in Gefangenschaft weiter das Evangelium verkündete.
Patrozinium und Jubiläum im Dreiheiligen-Podvorje in Paris gefeiert
Metropolit Mark leitete die Liturgie zum Fest der Drei Hierarchen und zum 95-jährigen Bestehen der historischen Kathedrale des Westeuropäischen Exarchats.
Frankreich debattiert über Gesetz zur Sterbehilfe
Ein Gesetzentwurf der Regierung Macron sorgt wegen der Regelungen zu psychischem Leiden und möglichen Zugangsvoraussetzungen für intensive politische und ethische Diskussionen.
Schweiz prüft neues Gerät zur Selbsttötung ohne Medikamente
Aktivist Philip Nitschke plant Tests eines Suizid-Halsbands, das ohne ärztliche Verschreibung funktionieren soll und die Debatte über Sterbehilfe neu entfacht.