Wir müssen das Erbe unseres Oberhauptes bewahren – Kleriker der Albanischen Kirche

Priester Grigorij Peloshi sprach über Erzbischof Anastasi. Foto: Screenshot des Videos von Top Channel Albania

Der verstorbene Erzbischof Anastasi war nicht nur ein geistliches Oberhaupt, sondern auch ein aktiver gesellschaftlicher Leiter, der einen bedeutenden Beitrag zur Wiederbelebung der Orthodoxen Kirche in Albanien nach den schweren Jahren atheistischen Verfolgens leistete. Darüber sprach der Priester Grigorij Peloshi in einem Kommentar für den Fernsehsender Top Channel Albania am 27. Januar.

„Der Erzbischof diente 34 Jahre lang in Albanien. Ich erinnere mich, wie er 1991 als Patriarchalischer Exarch ankam. Zu dieser Zeit war die Kirche praktisch vollständig zerstört, und er fand nur 15 Priester vor“, sagte Vater Grigorij.

Ihm zufolge hat Erzbischof Anastasi die Albanische Kirche aus den Trümmern wieder aufgebaut.

„Heute ist sie gleichwertig mit ihren Schwesterkirchen in der gesamten orthodoxen Welt – eine Kirche mit ihrem Synod, mit etwa 150 orthodoxen Priestern, die ihre Ausbildung und Erziehung von Erzbischof Anastasi erhalten haben“, betonte der Priester.

Der Kleriker der Albanischen Kirche erinnerte daran, dass der verstorbene Prälat eines der glänzendsten Beispiele für Dienst nicht nur in der Orthodoxen Welt, sondern auch in der gesamten christlichen Welt war. Viele Jahre lang war er Mitglied des Weltkirchenrates und dessen Präsident.

„Wir alle, das Klerus, erleben mit großem Schmerz den Verlust unseres Hierarchen, unseres geliebten Vaters, weil die Beziehung jedes Priesters hier in Albanien zu ihm väterlich war“, fügte er hinzu.

Laut dem Priester hat Erzbischof Anastasi einen großen Beitrag zur religiösen Harmonie und Brüderlichkeit in Albanien geleistet und war Initiator und Gründer des interreligiösen Rates Albaniens, der die traditionellen Gemeinschaften des Landes vereint.

Außerdem war der albanische Erzbischof als großer Wohltäter bekannt. Durch seine Fürsorge haben Hunderte von Menschen Arbeit bei der Albanischen Orthodoxen Kirche gefunden, haben eine würdige Arbeit und erhalten Sozialversicherung.

„Erzbischof Anastasi hat uns eine erneuerte Kirche hinterlassen sowie ein großes Erbe, nicht nur für die orthodoxe Gemeinschaft, sondern für unser ganzes Land. Und es ist unsere Pflicht und Verantwortung, uns um den Erhalt dieses Erbes zu kümmern“, schloss er.

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