Georgischer Patriarch Ilia wird 92 Jahre alt

Der Vorsitzende der Georgischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Ilia II. Foto: orthodoxianewsagency.gr

Am 4. Januar feierte Patriarch Ilia II. sein 92. Lebensjahr. Ilia II. (im weltlichen Leben Irakli Georgievich Gudushauri-Shiolashvili) wurde am 4. Januar 1933 in Wladikawkas, damals der Sowjetunion, geboren.

Am 16. April 1957 wurde er zum Mönch geweiht. Die Weihe nahm der Altbischof Zinovii (Mazhuga) vor, der bereits damals das Patriarchenamt für den Mönch Ilia prophezeite. Zwei Tage später wurde er zum Diakon geweiht, und am 10. Mai 1959 zum Priester.

Er absolvierte 1960 die Moskauer Theologische Akademie. Am 16. September 1961 erhielt er den Titel eines Archimandriten. Am 25. August 1963 wurde er zum Bischof von Batumi und Samtredia geweiht. Die Weihe vollzog der Patriarch von Georgien, Ephraim. Am 1. September 1967 wurde er zum Bischof von Sukhumi und Abchasien gewählt. Am 17. Mai 1969 erhielt er den Titel eines Metropoliten.

Am 23. Dezember 1977 wurde er zum Patriarchen von Georgien gewählt.

Der Vorsitzende der Georgischen Orthodoxen Kirche, der am 25. Dezember das 47-jährige Jubiläum seiner Thronbesteigung feierte, genießt großen Respekt im Land und wird allgemein als eine der herausragendsten Persönlichkeiten Georgiens angesehen. Mit seiner Ernennung begann die Wiederbelebung des Orthodoxen Glaubens im Land: Die Zahl der Diözesen stieg auf 42, und die Anzahl der aktiven Kirchen wuchs von 48 auf tausend. Zudem wurden die Theologischen Akademien in Tiflis und Gelati gegründet, und die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit in Tiflis wurde erbaut.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters und gesundheitlicher Probleme verfolgt Patriarch Ilia II. alle aktuellen politischen und kirchlichen Ereignisse im In- und Ausland, was durch seine Aufrufe für Einheit und Frieden bekräftigt wird. Kürzlich, als die georgische Gesellschaft aufgrund innenpolitischer Unruhen auf die Probe gestellt wurde, rief der Heilige Patriarch zur nationalen Einheit und zum Gebet auf. „Wir alle sind durch die Liebe zum Land vereint, deshalb rufe ich euch auf: Lasst uns gemeinsam für das Wohl Georgiens beten, damit wir mit Gottes Gnade und innerem Frieden die richtigen Schritte gehen können“, sagte er.

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