Neuer Feiertag: Santorin feierte die heilige Irene als Schutzpatronin
Die griechische Kykladen-Insel führte neuen staatlichen Feiertag zu Ehren der Märtyrerin ein
Die bekannte griechische Touristeninsel Santorin hat am 5. Mai 2026 erstmals offiziell die heilige Irene von Thessaloniki als Schutzpatronin gefeiert. Grundlage ist ein im Vorjahr veröffentlichter Präsidialerlass, der den Gedenktag der Märtyrerin zum gesetzlichen Feiertag auf der Insel erklärt. Darüber berichtete das orthodoxe Nachrichtenportal orthochristian.com.
Der Entscheidung ging ein formeller Antrag der griechisch-orthodoxen Metropolie von Thira, Amorgos und den Inseln an den Stadtrat voraus. Damit wurde eine lange gewachsene religiöse Tradition erstmals auch staatlich verankert.
Historisch ist die Verbindung eng: Der Name „Santorin“ wird vielfach auf „Santa Irini“ zurückgeführt – eine Bezeichnung, die Kreuzfahrer und Seefahrer im Mittelalter für die Insel nutzten. Sie soll sich aus einer der heiligen Irene geweihten Kirche ableiten, an der fremde Schiffe anlegten.
Die frühchristliche Basilika der heiligen Irene in Perissa, datiert auf das 5. oder 6. Jahrhundert, gilt als wichtigstes Zeugnis dieser Verehrung. Die Märtyrerin aus Thessaloniki wird auf den Kykladen bis heute als Symbol für Standhaftigkeit im Glauben verehrt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das Bischofskonzil der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland in einem Epistel an Klerus, Mönchtum und Gläubige weltweit zur Treue im Glauben aufgerufen hat.