Metropolit Grigorije rief in Saratoga zu Vergebung und innerem Fasten auf
Serbisch-orthodoxe Hierarchen feierten gemeinsame Liturgie in Kalifornien
Am Sonntag, dem, 22. Februar 2026, zelebrierte der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland gemeinsam mit Erzbischof Maxim von Los Angeles und Westamerika die Heilige Liturgie in der Kirche des Heiligen Erzengels Michael in Saratoga, USA. Im Mittelpunkt stand eine Predigt über Vergebung, Fasten und die Ausrichtung des Herzens auf das Unvergängliche, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.
In seiner Ansprache knüpfte Metropolit Grigorije an das Evangelium über die Vergebung an und betonte, dass die Fähigkeit zu vergeben untrennbar mit der Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit verbunden sei. Wer Groll im Herzen bewahre, verschließe sich selbst und lasse keinen Raum für Gott und den Mitmenschen; Vergebung hingegen reinige das Herz und öffne es für Liebe und Gemeinschaft.
Zugleich warnte der Hierarch vor einem äußerlichen Verständnis des Fastens. Fasten dürfe kein sichtbares Zeichen religiöser Leistung sein, sondern sei ein stiller innerer Kampf um Reinheit. Gott sehe das Verborgene und belohne den aufrichtigen geistlichen Einsatz, während ein auf äußeren Schein reduzierter Glaube den Menschen von seinem eigentlichen Ziel entferne.
Weiter verwies der Geistliche auf die Worte Christi über den wahren Schatz des Menschen. Das Herz richte sich nach dem, was der Mensch liebe und erhoffe; deshalb gelte es, nicht das Vergängliche zu suchen, sondern das, was Leben, Hoffnung und Unvergänglichkeit schenke. Die beginnende Fastenzeit solle helfen, diese Prioritäten zu prüfen und das Herz für Gottes Gegenwart vorzubereiten.
Abschließend rief der Metropolit dazu auf, für jene zu beten, die verletzen oder Unrecht tun, und sich bewusst gegen Rache zu entscheiden. Die Gläubigen seien eingeladen, ihre Hoffnung auf das Himmelreich zu setzen und das Fasten als Weg der inneren Erneuerung zu verstehen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbische Kirche in Podgorica das Gedenken an den Heiligen Simeon feierte.