Fachleute begutachteten historisches Archiv der deutschen ROKA-Diözese

Archivare und Restauratoren begutachteten die historischen Bestände der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland und berieten über deren fachgerechte Sicherung. Foto: ROKA

Archivare und Restauratoren begutachteten die historischen Bestände der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland und berieten über deren fachgerechte Sicherung. Foto: ROKA

Die Deutsche Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) hat erste fachliche Empfehlungen zur langfristigen Erhaltung ihres historischen Archivs erhalten. Bereits bei einem Treffen im Sommer im Kloster der heiligen Neumärtyrerin Großfürstin Elisabeth in Buchendorf begutachteten der Archivar des römisch-katholischen erzbischöflichen Archivs München und Freising, Johannes Untermarzoner, sowie zwei weitere Restauratoren die Bestände. An dem Treffen nahmen außerdem ROKA-Diözesansekretär Erzpriester Nikolai Artemoff, Igumenia Maria (Sidiropoulo), die Äbtissin des Klosters, und Diözesanarchivar Anatolij Kinstler teil. Nun sind bereits erste Maßnahmen zur Sicherung erfolgt, wie die Diözese am 28. Oktober 2026 berichtete.

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Die Initiative zur fachlichen Beratung ging von Anatolij Kinstler aus, der sich an Professor Johannes Merz, den Direktor des Archivs und der Bibliothek des Erzbistums München und Freising, gewandt hatte. Dieser vermittelte die Unterstützung durch Johannes Untermarzoner und die beiden Restauratoren. Bei der Besichtigung des Archivdepots untersuchten die Fachleute den Zustand der Dokumente und erörterten die bereits durchgeführten Maßnahmen zur Trocknung, Reinigung und Verpackung der Bestände.

In seinen schriftlichen Empfehlungen hob Johannes Untermarzoner insbesondere die Verbesserung des Raumklimas, die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und die fachgerechte Reinigung von Dokumenten mit Spuren früheren Schimmelbefalls hervor. Zudem sollten die Lagerungsbedingungen schrittweise an die geltenden deutschen Archivstandards angepasst werden. Die bisher ergriffenen Sicherungsmaßnahmen bewerteten die Fachleute positiv.

Mit der Umsetzung der Empfehlungen wurde bereits begonnen: Für das Archivdepot wurde ein Luftentfeuchter angeschafft und aufgestellt. Darüber hinaus sollen die Luftfeuchtigkeit regelmäßig kontrolliert und eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet werden. Das historische Archiv bewahrt wertvolle Zeugnisse der Geschichte der russischen Orthodoxie und der russischen Emigration in Deutschland.

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