Priester Konstantin Anikin: Christus ist der Sieger über den Tod

Priester Konstantin Anikin predigte in Berlin. Foto: Screenshot YouTube

Priester Konstantin Anikin predigte in Berlin. Foto: Screenshot YouTube

Am 25. Oktober 2026 predigte Priester Konstantin Anikin in der deutschsprachigen Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor der Russischen Orthodoxen Kirche. Ausgehend vom Evangelium nach Lukas 7,11–16, das von der Auferweckung des Jünglings von Nain berichtet, sprach er über die Grenzen menschlichen Trostes angesichts schweren Leids und die christliche Hoffnung auf die Auferstehung. Die Gemeinde veröffentlichte das Video der Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

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Anhand der Begegnung Christi mit der Witwe, die ihren einzigen Sohn zu Grabe trägt, stellte Priester Konstantin Anikin die Frage nach dem Sinn von Leid und Tod, insbesondere wenn Kinder sterben. Er erinnerte an eine Beisetzung, bei der er vor etwa zehn Jahren Abschied von einem zweijährigen Mädchen nehmen musste. In solchen Situationen sei es schwierig, den trauernden Eltern Worte des Trostes zu geben. Auch die Frage, warum Gott den Tod unschuldiger Kinder zulasse, habe keine eindeutige Antwort. Die Überlegungen der Kirchenväter könnten zwar mögliche Erklärungsansätze bieten, das Geheimnis des Leidens aber nicht vollständig auflösen.

Entscheidend sei deshalb nicht eine vermeintlich einfache Erklärung des Schicksals, sondern die Hoffnung, die aus dem Glauben erwachse. „Christus ist das Leben und die Auferstehung“, betonte der Priester mit Blick auf die Begegnung Christi mit der Witwe von Nain. Die Auferweckung ihres Sohnes zeige, dass Christus Macht über Leben und Tod habe und den Menschen nicht nur vergängliches Leben, sondern auch das ewige Leben schenken könne.

Diese Hoffnung könne helfen, selbst schweres Leid zu tragen, ohne dessen Schmerz zu leugnen. Der Geistliche erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Erwartung der Wiederkunft Christi die ersten Christen geprägt habe. Das Bewusstsein für die Auferstehung und die Wiederkunft des Herrn sei dem Menschen heute jedoch vielfach abhandengekommen. „Wenn wir uns das wieder aneignen, wenn wir wieder in dieses Bewusstsein zurückkehren, dann wird unser Leben anders sein“, sagte er. Die Hoffnung auf die letzte Auferstehung könne dem Leben eine neue Perspektive geben und den Gläubigen helfen, auch in schweren Zeiten auf Christus zu vertrauen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Zahl der Toten nach dem Kirchenanschlag in Jordanien auf neun gestiegen ist.

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