Neuer Film erinnert an das Leben des Archimandriten Paisios (Jung)

Archimandrit Paisios (M.) widmete sein Leben der Suche nach Christus und der seelsorglichen Begleitung von Menschen. Archimandrit Nektarije (l.) und Mönch Ambrosius aus der Bruderschaft pflegen sein Vermächtnis. Foto: Screenshot YouTube

Archimandrit Paisios (M.) widmete sein Leben der Suche nach Christus und der seelsorglichen Begleitung von Menschen. Archimandrit Nektarije (l.) und Mönch Ambrosius aus der Bruderschaft pflegen sein Vermächtnis. Foto: Screenshot YouTube

Der aus Deutschland stammende Archimandrit Paisios (Jung), der am 7. Oktober 2024 im Alter von 62 Jahren in Belgrad starb, steht im Mittelpunkt einer neuen Dokumentation über sein Leben und Wirken. Der Film schildert seinen Weg vom katholischen Priester Michael Jung zum orthodoxen Mönch, Seelsorger und Gründer des ersten orthodoxen Klosters in Österreich. Der Beitrag wurde am 19. Oktober 2026 auf dem YouTube-Kanal von Abt Paisios veröffentlicht.

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Beim Totengedenken in Wien erinnerten die Gläubigen an das Leben, den Glaubensmut und das geistliche Vermächtnis von Archimandrit Paisios (Jung).

Geboren 1962 in Vogelbach (Rheinland-Pfalz), widmete sich Jung zunächst der katholischen Theologie und war als römisch-katholischer Priester tätig. Die intensive Beschäftigung mit der Kirchengeschichte und der orthodoxen Spiritualität führte ihn schließlich zur Orthodoxie. 2004 trat er in das Kloster des Heiligen Arsenios in Chalkidiki ein und erhielt den Mönchsnamen Paisios, zu Ehren des heiligen Paisios vom Berg Athos.

2015 kam er mit einer kleinen Mönchsgemeinschaft nach Österreich, wo das orthodoxe Kloster zum Schutz der Gottesmutter und des heiligen Paisios vom Berg Athos entstand. Als Abt begleitete er zahlreiche Gläubige aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Rumänien seelsorglich. Besonders Menschen in schwierigen Lebenssituationen, junge Menschen und Suchende lagen ihm am Herzen.

Der Film beleuchtet auch die schweren Jahre seiner Krankheit und die kirchlichen Konflikte, die seinen letzten Lebensabschnitt prägten. 2022 legte Paisios aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Abtes nieder und zog zunächst nach Bosnien, später nach Serbien. Bis zu seinem Tod blieb die geistliche Begleitung seiner Mönche und geistlichen Kinder ein wichtiger Teil seines Lebens. Seine letzte Ruhestätte fand er seinem Wunsch entsprechend in Wien.

Die Dokumentation würdigt Archimandrit Paisios als einen Geistlichen, dessen bewegter Lebensweg von der Suche nach Christus, seelsorglichem Einsatz und zahlreichen Begegnungen geprägt war. Der Film wurde anlässlich des zweiten Jahresgedächtnisses seines Entschlafens in Wien vorgestellt und auf dem YouTube-Kanal von Abt Paisios veröffentlicht, der von seinen geistlichen Kindern Archimandrit Nektarije und Mönch Ambrosius betreut wird.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der russisch-orthodoxe Bischof Alexij von Wien und Österreich in einem Interview besonders anerkennende Worte für den verstorbenen deutschen Abt Paisios (Jung) fand.

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