Äthiopien: Bewaffnete töten sechs Christen und entführen Gläubige

Berichte über neue Angriffe auf Christen in Äthiopien. Foto: Borkena

Berichte über neue Angriffe auf Christen in Äthiopien. Foto: Borkena

Am 19. Oktober 2026 berichteten Vertreter der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche von einer Serie bewaffneter Angriffe in der Region Oromia, bei denen sechs Christen getötet wurden. Nach ihrer Auskunft wurden außerdem fünf Menschen verschleppt und ein Priester verletzt. Das teilten Kirchenvertreter aus Scherka und der Diözese Arsi TIKVAH Ethiopia mit.

Bei der Zahl der Entführten unterscheiden sich die Berichte. Das Portal Borkena nannte am 20. Oktober unter Berufung auf kirchliche Quellen 55 Personen. Gegenüber TIKVAH hatte ein Vertreter der Kirchenverwaltung von Scherka jedoch ausdrücklich klargestellt: Verschleppt worden seien fünf Menschen; bei den zusätzlich genannten 50 habe es sich um gestohlene Rinder gehandelt.

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Zu den Todesopfern gehört der Landwirt Getu Assefa, der bei der Feldarbeit im Bezirk Scherka getötet wurde. Bei weiteren Angriffen am 15. und 17. Oktober in Honkolo Wabe und Scherka kamen fünf weitere Gläubige ums Leben. Der Priester Nardos Assefa wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Diözese Ost-Arsi dauern die Übergriffe auf orthodoxe Gläubige bereits seit mehr als sieben Jahren an. Die Kirchenvertreter forderten Schutz für die Bevölkerung und Unterstützung für Vertriebene. Auch Patriarch Abuna Mathias warnte laut Borkena vor der weiterhin gefährlichen Lage trotz Veränderungen in der politischen Führung des Landes.

Die Behörden machen nach dem Bericht von Borkena die Oromo-Befreiungsarmee für wiederkehrende Angriffe verantwortlich. Die Gruppierung hat entsprechende Vorwürfe in der Vergangenheit zurückgewiesen. Eine Bestätigung oder Stellungnahme der Regierung zu den jüngsten Vorfällen lag dem Portal zum Zeitpunkt seines Berichts nicht vor.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass bei einem Drohnenangriff auf ein äthiopisches Kloster acht Menschen getötet wurden.

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