Deutsche Theologin kritisiert Druck ukrainischer Behörden auf die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK)

Priester Oleksandr Petrenko vor einer Evakuierung (2026). Foto: kordon media/EKD.

Priester Oleksandr Petrenko vor einer Evakuierung (2026). Foto: kordon media/EKD.

In einem aktuellen Beitrag kritisiert die Theologieprofessorin Regina Elsner den Druck ukrainischer Behörden auf die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK). Während deren Gläubige unter russischen Angriffen leiden, ermögliche ein Gesetz ein Verbot der UOK, berichtet die Website der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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In der Spiridon-Gemeinde in Selenyi Haj bei Sumy wurden auch zwei Mädchen getötet, die kurz zuvor den Gottesdienst besucht hatten. Ein Luftangriff beschädigte die Kirche; ständiger Beschuss verhindert Reparaturen. Dennoch bleibt der Gottesdienst für die Zurückgebliebenen eine Stütze.

Trotz der Gefahr evakuieren Priester Oleksandr Petrenko und Gemeindemitglieder Menschen aus Frontgebieten. Sie helfen Zivilisten und Soldaten materiell, psychologisch und seelsorgerisch. Im August 2026 würdigte der ukrainische Staat diesen Einsatz.

Elsners Bericht zeigt einen Widerspruch: Die Helfer erleben staatliche Anerkennung, ihre Kirche steht dennoch unter pauschalem Russlandverdacht. Dabei habe die Diözese Sumy den Krieg verurteilt und das Nichtgedenken an Patriarch Kirill erlaubt. Neben den russischen Angriffen gefährde das mögliche Kirchenverbot die Zukunft ihrer Glaubensgemeinschaft.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der Leiter der OKU, Epifanij Dumenko, dem deutschen Botschafter erklärt hatte, das Gesetz betreffe nicht nur die UOK.

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