US-Bankenaufsicht stellte Benachteiligung von Kunden wegen ihres Glaubens fest

US-Großbanken stehen wegen der Benachteiligung von Kunden in der Kritik. Illustration: KI-generiert

US-Großbanken stehen wegen der Benachteiligung von Kunden in der Kritik. Illustration: KI-generiert

Am 14. Oktober 2026 veröffentlichte die US-Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen Bericht über Benachteiligungen von Bankkunden aufgrund religiöser und politischer Überzeugungen. Nach Angaben der dem Finanzministerium unterstellten Behörde hatten die neun größten von ihr beaufsichtigten nationalen Banken entsprechende Regeln, die Entscheidungen über den Zugang zu Finanzdienstleistungen beeinflussten. Über die Untersuchung in den USA berichtete CBS News.

Die Aufsicht untersuchte nahezu 100.000 Beschwerden und Hunderte Einzelentscheidungen aus dem Zeitraum von 2020 bis September 2025. Laut ihrer Mitteilung benachteiligten weit gefasste interne Regeln zum Reputationsrisiko Kunden aufgrund politischer, religiöser oder gesellschaftlicher Ansichten sowie rechtmäßiger Geschäftstätigkeiten.

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Die als „Debanking“ bezeichnete Praxis, Konten zu schließen oder Finanzdienstleistungen zu verweigern, betraf auch religiöse und gemeinnützige Organisationen. Der Bericht beschreibt unter anderem Fälle, in denen traditionelle Positionen zu Ehe und Familie oder das Engagement von Christen eine Rolle spielten.

Bei der Bewertung von Reputationsrisiken stützten sich Banken auch auf Angaben von Interessengruppen wie dem Southern Poverty Law Center (SPLC). In einem dokumentierten Fall verwiesen Bankmitarbeiter auf die Finanzierung konservativer christlicher Gruppen, die das SPLC als Hassgruppen eingestuft hatte. Die Aufsicht sieht darin ein zusätzliches Risiko subjektiver Bewertungen.

Für Betroffene konnten plötzliche Kontoschließungen finanzielle Folgen haben. Eine religiöse Organisation musste nach einer Kündigung kurzfristig Spender über Probleme bei der Zahlungsabwicklung informieren und alternative Wege für regelmäßige Spenden einrichten.

Der Branchenverband Bank Policy Institute erklärte seinerseits, die Bankenwirtschaft unterstütze einen fairen Zugang zu Finanzdienstleistungen und klare, einheitliche Standards bei solider Risikosteuerung.

Die OCC führte die Untersuchung im Rahmen eines Erlasses von Präsident Donald Trump aus dem Jahr 2025 durch, der Bürger vor Benachteiligung durch das Bankensystem schützen soll.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in den USA ein Bericht über die Verfolgung von Christen vorgestellt worden war.

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