Türkische Familie schützt verlassene orthodoxe Kirche in Giresun

Adnan Zıvalı bewahrte die Kirche vor Schatzsuchern. Foto: Anadolu Ajansı (2016)
Eine Familie in der nordtürkischen Provinz Giresun hat die verlassene orthodoxe Kirche Kırkharman über Generationen vor Beschädigungen durch Schatzsucher bewahrt. Daran erinnerte die albanische UOJ am 13. Oktober 2026. Sie griff eine Reportage von Anadolu Ajansı vom 19. November 2016 auf.
Die Kirche steht auf der gleichnamigen Bergweide im Landkreis Yağlıdere in der Türkei. Der damals 60-jährige Viehzüchter Adnan Zıvalı setzte die Arbeit seines Vaters und Großvaters fort: Er hielt Schatzsucher davon ab, das Gebäude auf der Suche nach vermeintlichen Reichtümern zu beschädigen.
Kemal Gürgenci, der damalige Leiter der Provinzbehörde für Kultur und Tourismus, erklärte, die Kirche sei in den 1850er-Jahren errichtet worden. Nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei wurde sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Zeitweise diente sie als Lagerraum.
Zıvalı berichtete, immer wieder kämen Schatzsucher, die in den Ruinen Geld zu finden hofften. Die Familie sage ihnen, dass es dort nichts Wertvolles gebe. Nach Gürgencis Worten schützte die Familie das Gotteshaus seit den 1940er-Jahren von Generation zu Generation und hinderte andere daran, es zu zerstören.
Von Dezember bis April hielt sich die Familie an einem anderen Ort auf. Wenn sie in der Gegend war, sah Zıvalı regelmäßig nach der Kirche. Sein Großvater hatte sich seinen Angaben zufolge 1938 dort niedergelassen. Die Fürsorge der Familie bestand im Schutz des Gebäudes; eine Restaurierung hatte sie nicht vorgenommen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Fachleute aus fünf Ländern die Rettung der Kirche Nuka Sakadari aus dem 10. Jahrhundert im Nordosten der Türkei vorbereiten.
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