Belgien: Bei jeder vierten Euthanasie war kein baldiger Tod zu erwarten

Ein Mensch im Krankenzimmer (Symbolbild). Foto: Gorodenkoff/Shutterstock

Ein Mensch im Krankenzimmer (Symbolbild). Foto: Gorodenkoff/Shutterstock

In Belgien betraf 2025 fast jeder vierte registrierte Fall von Euthanasie einen Menschen, dessen Tod nicht in naher Zukunft erwartet wurde. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf einen Bericht der Föderalen Kontroll- und Evaluierungskommission für Euthanasie.

Dem Bericht zufolge entfielen 1117 Fälle beziehungsweise 24,9 Prozent aller gemeldeten Euthanasiefälle auf Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen jedoch kein kurzfristiger Tod zu erwarten war. Dazu zählten auch bei älteren Menschen verbreitete Leiden. Ein Teil der Betroffenen hatte aufgrund psychischer oder kognitiver Störungen, etwa einer Demenz mit Verlust des Erinnerungs- und Denkvermögens, um Euthanasie gebeten. Andere litten an chronischen Erkrankungen.

Die meisten Verstorbenen waren ältere Menschen. Unter den Betroffenen befand sich jedoch auch ein Jugendlicher.

Mehr zum Thema Papst Leo XIV. verurteilte die Legalisierung der Euthanasie in Frankreich
Das Oberhaupt der RKK betonte bei seiner Ansprache in Lourdes, dass eine gesetzliche Erlaubnis die Tötung leidender Menschen nicht moralisch rechtfertige.

Nach den Angaben bestätigte die Kommission 85,6 Prozent der gemeldeten Fälle bereits bei der ersten Beratung, ohne zusätzliche Angaben zu den Patienten anzufordern. Im Vorjahr hatte dieser Anteil 80 Prozent betragen. In den übrigen Fällen wurden die Ärzte um ergänzende Informationen gebeten; letztlich wurden auch diese Fälle gebilligt.

Mit 4486 registrierten Euthanasiefällen wurde 2025 ein Höchststand erreicht. Das waren 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr und rund vier Prozent aller Todesfälle in Belgien. Seit der Legalisierung im Jahr 2002 starben dort mehr als 42.000 Menschen durch Euthanasie.

Für Erwachsene setzt das belgische Gesetz nicht voraus, dass der Tod unmittelbar bevorsteht. Seit 2014 können unter besonderen Voraussetzungen auch urteilsfähige Minderjährige Euthanasie beantragen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Papst Leo XIV. die Legalisierung der Euthanasie in Frankreich kritisiert hatte.

Australiens Parlament empfing Patriarch Porfirije feierlich

Vertreter des australischen Parlaments würdigten beim Empfang für das serbische Kirchenoberhaupt den Beitrag der serbischen Gemeinschaft zum Leben des Landes.

Türkische Familie schützt verlassene orthodoxe Kirche in Giresun

  Die albanische UOJ erinnert an eine Familie, die die Kirche Kırkharman über Generationen vor Schatzsuchern bewahrte. Der ursprüngliche Bericht stammt von 2016.

Metropolit Emmanuel: Kreta-Beschlüsse richten sich auch an abwesende Kirchen

Der Hierarch des Patriarchats von Konstantinopel betonte, das Konzil von 2016 habe trotz des Fernbleibens von vier Ortskirchen stattgefunden.

Eine Pilgergruppe aus Erlangen besuchte das Kloster des Hl. Hiob in München

Bei einer Führung durch das Kloster des Hl. Hiob von Potschajew erhielten die jungen Pilger Einblicke in das monastische Leben und den Segen von Metropolit Mark.

SOK-Gemeinde in Augsburg hat Katechismusunterricht auf Deutsch angekündigt

Das Angebot richtet sich an Menschen, die den orthodoxen Glauben kennenlernen, sich taufen lassen oder ihr Wissen über die Kirche vertiefen möchten.

Jugendchöre aus Österreich sangen bei „Lieder des Himmels“ in Cluj-Napoca

Mehr als 7.000 Kinder und Jugendliche sangen bei der vierten Ausgabe des orthodoxen Musikfestivals gemeinsam – Teilnehmer aus Wien und Wels-Marchtrenk waren dabei.