Ungarn will LGBT-Organisationen wieder an Schulen erlauben

Budapest Pride Parade. Foto: Ungarn Heute
Die ungarische Regierung plant ein neues Gesetz, mit dem bisherige Beschränkungen für Inhalte zu Geschlechtsidentität und Homosexualität gelockert werden könnten. Die Regelung soll möglicherweise bereits in der kommenden Woche verabschiedet werden. Hintergrund ist die Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs. Darüber berichtete am 09. Oktober Ungarn Heute.
Nach Angaben des christdemokratischen Politikers Bence Rétvári könnten künftig Organisationen, die für Geschlechtsumwandlungen oder LGBT-Themen werben, wieder Zugang zu Schulen erhalten und dort sogar ohne Wissen der Eltern Veranstaltungen durchführen. Zudem könnten bisherige Altersbeschränkungen für entsprechende Bücher und Medieninhalte entfallen. Dadurch wären solche Inhalte auch für Minderjährige leichter zugänglich. Diese möglichen Folgen werden von Kritikern der geplanten Regelung besonders heftig kritisiert.
Bereits Anfang Oktober hatte das Bildungsministerium Änderungen an den Personalregistern kirchlicher und privater Schulen angeordnet. Demnach sollen dort neben Ehen auch eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird über mögliche Änderungen des Adoptionsrechts diskutiert, die gleichgeschlechtlichen Paaren eine Adoption ermöglichen könnten. Welche Bestimmungen tatsächlich verabschiedet werden, bleibt abzuwarten.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Mehrheit Irlands für eine dreitägige Bedenkzeit vor einer Abtreibung sei.
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