Petition gegen Teufelsstatue auf Esslinger Rathausplatz gestartet

Die Teufelsstatue des Künstlers Tim Bengel auf dem Esslinger Rathausplatz sorgt für Kritik. Eine Online-Petition fordert ihre Entfernung. Foto: Screenshot Regio TV Stuttgart

Die Teufelsstatue des Künstlers Tim Bengel auf dem Esslinger Rathausplatz sorgt für Kritik. Eine Online-Petition fordert ihre Entfernung. Foto: Screenshot Regio TV Stuttgart

Seit Anfang Oktober steht auf dem Esslinger Rathausplatz eine rund 400 Kilogramm schwere Teufelsfigur des Künstlers Tim Bengel. Die im Rahmen des 1250-jährigen Stadtjubiläums gestiftete Skulptur sorgt inzwischen für Kritik. Eine am 5. Oktober gestartete Online-Petition an den Oberbürgermeister fordert ihre Entfernung. Bis zum 8. Oktober hatten dort knapp 3000 Menschen unterschrieben.

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Künstler Tim Bengel bringt den „Zwiebelteufel“ als 400 Kilogramm schwere Bronzestatue auf den Rathausplatz.

Die Initiatoren kritisieren insbesondere, dass nicht die Marktfrau als eigentliche Heldin der mittelalterlichen Esslinger Sage dargestellt werde, sondern der besiegte Teufel. Die überlebensgroße Figur stehe zudem an zentraler Stelle auf dem Rathausplatz. Zu den vorgebrachten Einwänden gehören religiöse Bedenken, die Frage nach der Verwendung von 200.000 Euro sowie Kritik an der bewussten Inszenierung des Teufels als aufmerksamkeitsstarkes Motiv. Der Künstler Tim Bengel hatte die Wahl des Teufels damit begründet, dieser sei als Motiv eindrucksvoller und erreiche in sozialen Medien mehr Aufmerksamkeit.

Die Petition fordert die Stadt auf, die Teufelsstatue vom Rathausplatz zu entfernen und stattdessen eine Skulptur der Marktfrau zu errichten. Zudem verlangen die Initiatoren ein transparenteres Verfahren bei künftigen Kunstprojekten im öffentlichen Raum. In den Kommentaren zur Petition äußern sich mehrere Unterstützer ausdrücklich aus christlicher Perspektive gegen die Darstellung des Teufels.

Die Skulptur greift eine Esslinger Sage auf, nach der eine Marktfrau den Teufel mit einer Zwiebel überlistet haben soll, als dieser in die Stadt kam und nach einem Apfel fragte. Mit der neuen Bronzestatue sollte diese Geschichte stärker im öffentlichen Raum sichtbar werden, wie Regio TV Stuttgart am 5. Oktober 2026 berichtete.

Die UOJ berichtete zuvor über Begegnung und Gemeinschaft im erneuerten serbisch-orthodoxen Kloster Himmelsthür.

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