Metropolit Grigorije: Erneuertes Kloster soll ein Ort der Begegnung sein

Zu Beginn der Feierlichkeiten im Kloster Hildesheim-Himmelsthür fand eine Vesper statt, nach der Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Gäste begrüßte. Fotos: Metropolie

Zu Beginn der Feierlichkeiten im Kloster Hildesheim-Himmelsthür fand eine Vesper statt, nach der Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Gäste begrüßte. Fotos: Metropolie

Am 2. und 3. Oktober hat die serbisch-orthodoxe Eparchie von Düsseldorf und Deutschland das renovierte Kloster der Entschlafung der Allheiligsten Gottesgebärerin in Hildesheim-Himmelsthür geweiht. Zu einer Vesper begrüßte Metropolit Grigorije am Vorabend der Weihe zahlreiche Gäste, darunter Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, Dr. Oliver Schuegraf, den Regionalbischof des Sprengels Hildesheim-Göttingen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Dr. Claas Cordemann, sowie den Himmelsthürer Ortsbürgermeister Dr. Christian Stock, wie die Eparchie berichtete.

Mehr zum Thema Das Kloster Mariä Geburt in Klausen feierte sein Patronatsfest
Mehr als 300 Gläubige kamen am Wochenende zusammen – Kulturprogramm und Vorstellung eines geplanten Museumskomplexes ergänzten die Feierlichkeiten.

In seiner Ansprache bei der Vesper am Freitag, dem 2. Oktober, bezeichnete Metropolit Grigorije die bevorstehende Weihe des erneuerten Klosters in Hildesheim als ein für die serbisch-orthodoxe Gemeinschaft bedeutsames Ereignis. Mit Blick auf die Worte des Apostels Paulus „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!“ (Röm 12,15) sprach er über die Bedeutung von Freude und Trauer im menschlichen Leben. Zugleich warnte er vor Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit. Gerade in einer Zeit, in der sich Ereignisse und Krisen schnell ablösten, sei es wichtig, sich die Fähigkeit zu bewahren, echte Freude und echte Trauer zu empfinden. Dabei verwies der Metropolit auf die Mahnung der Offenbarung: „Du bist weder kalt noch heiß“ (Offb 3,15–16).

Metropolit Grigorije dankte den anwesenden Gästen dafür, dass sie der Einladung gefolgt seien und diesen besonderen Augenblick mit der serbisch-orthodoxen Gemeinschaft teilten. Dabei sprach er auch über die Geschichte der Serben in Deutschland. Viele ihrer Vorfahren seien aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland gekommen – auf der Flucht vor Not und Unheil, als Verschleppte, angeworbene Arbeitskräfte oder freiwillig. Über Generationen seien die in Deutschland Gebliebenen in vieler Hinsicht auch zu Deutschen geworden, ohne ihre serbischen Wurzeln aufzugeben.

Als noch tiefere Verbindung bezeichnete der Geistliche den gemeinsamen christlichen Glauben. Unabhängig von Herkunft, Sprache und Dauer des Aufenthalts an einem Ort verbinde der Glaube an Christus und das Evangelium die Menschen. Gerade angesichts von Kriegen und Krisen müsse die Kirche immer wieder zum Evangelium zurückkehren, auf den gekreuzigten Christus schauen und sich über seine Auferstehung freuen. Die Botschaft „Freut euch!“ bezeichnete er dabei als eine Freude, die die Anwesenden miteinander teilen könnten.

Das erneuerte Kloster der Entschlafung der Allheiligsten Gottesgebärerin solle, so der Metropolit, ein sichtbares Zeichen dieser Verbundenheit und ein Ort der Begegnung werden. Seine Türen sollten allen offenstehen, die dort Gebet, Begegnung, Trost oder Freude suchten. Zugleich verwies Metropolit Grigorije auf den Ortsnamen Himmelsthür: Das Kloster solle diesem Namen Ehre machen und gleichsam eine „offene Tür zum Himmel“ sein.

Besonders dankte der Metropolit dem Stifter und Bauunternehmer Drago Vuković und dessen Familie. Vuković habe das Kloster nicht nur materiell erneuert, sondern ihm auch seine Liebe, Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit geschenkt. Abschließend lud Metropolit Grigorije die Gäste ein, den festlichen Anlass gemeinsam zu feiern, und bat Gott darum, in ihrer Mitte zu sein – „heute und allezeit und in alle Ewigkeit“.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Russische Orthodoxe Kirche der Synaxis der Heiligen deutscher Lande gedachte.

Lesen Sie auch

Kloster Himmelsthür: Metropolit Grigorije würdigte Stifter Drago Vuković

Serbisch-orthodoxes Kloster in Hildesheim nach umfassender Renovierung geweiht – Metropolit betonte in seiner Predigt die geistliche Bedeutung des Ortes.

Metropolit Joanikije leitete die Liturgie zur Weihe des Klosters Himmelsthür

Serbisch-orthodoxes Kloster der Entschlafung der Allerheiligsten Gottesgebärerin nach umfassender Renovierung feierlich geweiht – zahlreiche Hierarchen und Geistliche als Gäste in Hildesheim.

Metropolit Grigorije: Erneuertes Kloster soll ein Ort der Begegnung sein

Serbisch-orthodoxe Eparchie von Deutschland weihte Kloster der Entschlafung der Allheiligsten Gottesgebärerin in Hildesheim-Himmelsthür nach Renovierung.

Erzbischof Tichon von Rusa zeichnete mehrere Geistliche aus

Pastoralkonferenz der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche tagte in Dortmund.

Unter dem heiligen Maximin war Trier ein sicherer Hafen für Christen

Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover stellt in ihrer Videoreihe die Heiligen der deutschen Lande vor.

Priestermönch Nil: Das Kreuz führt über Leiden zum Sieg

Predigt in der Skite Geilnau zum Samstag nach Kreuzerhöhung über Kreuz, Glauben und die Ausrichtung des Lebens am Willen Gottes.