Bischof Sofian: Münchner Holzkirche ist „Ort der Identität und Hoffnung“

Die rumänisch-orthodoxe Holzkirche „Sankt Maria“ in München wurde am 11. September 2016 geweiht und feierte 2026 ihr zehnjähriges Bestehen. Foto: Gemeinde

Mit einer Göttlichen Liturgie und einem anschließenden Gemeindefest hat die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „Sankt Maria“ in München am 13. September 2026 das zehnjährige Jubiläum ihrer Holzkirche gefeiert. Weihbischof Sofian von Kronstadt aus der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa stand der Liturgie vor und stellte in seiner Predigt die Bedeutung des Kreuzes und der Kirche für das christliche Leben und die Identität der Gemeinde heraus. Darüber berichtete Bischof Sofian auf seiner Facebook-Seite.

Die Holzkirche im traditionellen Stil der Maramureș wurde zwischen 2014 und 2016 auf dem Gelände einer ehemaligen S-Bahn-Station errichtet und am 11. September 2016 geweiht. Bischof Sofian erinnerte an die Geschichte des Gotteshauses und würdigte insbesondere Pfarrer Simion Felecan, der die Gemeinde von 1988 bis 2019 mehr als 30 Jahre lang leitete und als maßgeblicher Initiator und Stifter der Kirche gilt. Auf Einladung des heutigen Pfarrers und Dekans für Südbayern, Priester Alexandru Nan, nahm Priester Simion Felecan gemeinsam mit seiner Frau Olga an den Jubiläumsfeierlichkeiten teil.

An der Göttlichen Liturgie konzelebrierte eine größere Zahl von Geistlichen aus der Münchner Gemeinde und den umliegenden Pfarreien. In seiner Predigt verwies Bischof Sofian auf den zeitlichen Zusammenhang mit dem Sonntag vor dem Fest der Kreuzerhöhung. Das Kreuz Christi erinnere als „Zeichen der aufopfernden Liebe“ an den Sieg Christi durch die Hingabe und rufe die Christen dazu auf, diese Liebe auch in ihrem eigenen Leben weiterzugeben. Die Kirche sei deshalb nicht nur ein Ort des Gebets und der Gottesverehrung, sondern zugleich „ein Ort, der Identität schafft und dem Leben Sinn gibt“ sowie Hoffnung, Kraft, Liebe und Gemeinschaft vermittelt.

Auch eine Grußbotschaft des rumänisch-orthodoxen Patriarchen Daniel würdigte die Gründer der Gemeinde, die Stifter der Kirche und alle, die zu ihrer heutigen Entwicklung beitragen.

Anschließend kamen die Gläubigen zu einem brüderlichen Fest zusammen. Ein künstlerisches Programm wurde von Kindern der Gemeinde, dem von Diakon Adrian Sandu geleiteten Kirchenchor sowie der Sängerin traditioneller rumänischer Musik, Maria Ciobanu, gestaltet.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije die Göttliche Liturgie in Friedrichshafen feierte und die Gemeinde eine Gottesmutter-Ikone vom heiligen Berg Athos begrüßte.

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