Ravanica-Schwesternschaft feiert 95-jähriges Bestehen

Metropoliten, Geistliche, Mönche und Gläubige versammeln sich zur Feier des 95-jährigen Bestehens der Ravanica-Schwesternschaft im Kloster Ravanica. Foto: Metropolie

Die serbisch-orthodoxe Klostergemeinschaft von Ravanica hat am Fest der Überführung der Reliquien des heiligen Fürsten Lazar, dem 10. September 2026, ihr 95-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Bischöfe, Geistliche, Mönche, Nonnen und Gläubige nahmen an den Feierlichkeiten teil, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Die Festliturgie wurde von den Metropoliten Ignatius von Braničevo, Pachomius von Vranje und Hilarion von Timoče gemeinsam mit zahlreichen Priestern und Mönchen zelebriert. Anschließend wurden im Kloster Publikationen über bedeutende Äbtissinnen von Ravanica vorgestellt, darunter Biografien der Äbtissinnen Jefimija und Gavrila. Erzpriester Miloš Vesin würdigte beide als prägende geistliche Persönlichkeiten.

Weitere Beiträge befassten sich mit dem geistlichen Erbe der Äbtissin Jefimija in Amerika, der Geschichte des Mönchtums in Ravanica und den Herausforderungen des klösterlichen Lebens in der Gegenwart. Archimandrit Sava, Abt des Klosters Visoki Dečani, sprach über die Bedeutung der Beständigkeit im klösterlichen Leben.

Zum Abschluss wurde eine Noten- und Audio-Edition mit serbischem kirchlichem Volksgesang vorgestellt, die Festtagslieder im Gesang der Schwestern von Ravanica dokumentiert. An der Präsentation wirkten unter anderem Musikwissenschaftler und Musiker aus Belgrad mit.

Das Kloster Ravanica liegt bei Senje nahe Ćuprija am Fuß des serbischen Karpaten-Ausläufers. Es wurde zwischen 1375 und 1377 als Stiftung des serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanović errichtet, der 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld fiel. Seine Gebeine wurden später in Ravanica beigesetzt. Die der Himmelfahrt Christi geweihte Kirche ist ein bedeutendes Bauwerk der serbischen Morava-Schule. Der ursprünglich befestigte Klosterkomplex war von einer Mauer mit sieben Türmen umgeben; erhalten sind Teile der nördlichen Mauer und drei Türme.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue Ausgabe der orthodoxen Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.

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