Bulgarischer Theologe: Schweigen zum Mord in Swjatogorsk ist schwere Sünde
Pathologie des Schweigens. Foto: Screenshot des YouTube-Kanals von Radio Zorana
Der bulgarische Theologe Georgi Todorow bezeichnete in einem Gespräch über die Ermordung eines Mönchs in der Swjatogorsker Lawra das Schweigen angesichts von Unrecht und Sünde als schweren Verrat. Der Autor und Moderator der Sendung „Swetogled“ auf Radio „Zorana“ widmete eine Ausgabe mit dem Titel „Pathologie des Schweigens“ den tragischen Ereignissen in der Swjatogorsker Lawra. Dies berichtet die UOJ in Bulgarien.
Georgi Todorow kritisierte die Reaktion der offiziellen Medien und kirchlichen Institutionen Bulgariens, die das Verbrechen vollständig ignorierten. Der Experte rief jeden Menschen dazu auf, die Prüfung bei sich selbst zu beginnen und nach den Gründen für das eigene Schweigen zu fragen.
„Warum schweigen wir, und warum schweige gerade ich?“, benannte Georgi Todorow das Problem. „Die geringe Möglichkeit, die Ereignisse zu beeinflussen, hebt die persönliche Pflicht des Menschen, für die Wahrheit einzutreten, nicht auf.“
Der Theologe betonte den Unterschied zwischen geistlicher Stille und dem Schweigen angesichts von Unrecht. Seinen Worten zufolge dient die Stille im persönlichen geistlichen Leben als höchster Weg zu Gott. Das Verschweigen von Sünde und der Missachtung der Wahrheit hingegen betrachtet die Orthodoxie als schwere Sünde und Verrat.
„Selbst wenn unsere Worte die Entscheidungen der Machthaber nicht verändern, haben sie enorme Bedeutung für unser Gewissen und für die Menschen an unserer Seite“, fasste Todorow zusammen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Theophilos III. zum Schutz der Christen im Nahen Osten aufgerufen hatte.
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