Bischof Irenei: Wie Christen in einer antichristlichen Welt bestehen können

Bischof Irenei von London und Westeuropa von der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) spricht über den inneren Kampf der Christen. Foto: Screenshot YouTube

Bischof Irenei von London und Westeuropa von der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) hat in einer neuen geistlichen Betrachtung über den Kampf des Christen gegen die Sünde und das Beispiel des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco gesprochen. Dabei betonte er, die eigentliche geistliche Auseinandersetzung richte sich nicht in erster Linie gegen äußere Mächte, sondern gegen die Sünde im eigenen Herzen. Die Betrachtungen des Bischofs wurden am 3. September 2026 in englischer Sprache auf dem YouTube-Kanal „Patristic Nectar“ veröffentlicht.

Bischof Irenei beschrieb in dem Video die Gegenwart als eine Zeit, in der viele Christen die zunehmende Ablehnung christlichen Glaubens und christlicher Moral als belastend empfänden. Dennoch dürfe der Christ weder die bestehenden Probleme ignorieren noch angesichts der Entwicklungen verzweifeln.

Als Vorbild stellte der Bischof den heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco heraus, der in einer Zeit schwerer Umbrüche, Verfolgungen und Vertreibungen lebte. Trotz der Angriffe und Unsicherheit seiner Zeit habe der Heilige innere Festigkeit bewahrt und sein Leben auf Gebet, Umkehr, Glauben, Liebe und Vergebung ausgerichtet.

Entscheidend sei, so Bischof Irenei, dass der Mensch sein Herz bewahre und nicht zulasse, dass äußere Versuchungen sein Inneres beherrschten. Der heilige Johannes habe erkannt, dass äußere Feinde den Menschen nicht besiegen könnten, solange dieser ihnen keinen Zugang zu seinem Herzen gewähre.

Die eigentliche Aufgabe des Christen bestehe daher darin, gegen die eigene Sünde zu kämpfen. Mit Gottes Gnade könne dieser Kampf unabhängig von den äußeren Umständen geführt und gewonnen werden. Das Leben des heiligen Johannes solle Christen ermutigen, trotz aller Widerstände nach Heiligkeit zu streben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich über das Gleichnis von den bösen Winzern gesprochen und die Bedeutung des Vertrauens auf Gottes für den Menschen oft unverständliche Führung erläutert hatte.

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