Priester Matthias Fröse: „Christus niemals verlieren“

Priester Matthias Fröse predigte in Meisenheim. Foto: Screenshot YouTube

Am Sonntag (30. August 2026) sprach Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus in Mainz in der Außenstelle Meisenheim über die Taufe als Beginn eines neuen Lebens in Christus und den Weg des Christen zur Gemeinschaft mit Gott. Anlass waren die Taufe eines kleinen Kindes und das Nachfest des Entschlafens der Allerheiligsten Gottesgebärerin. Die Gemeinde veröffentlichte das Video der Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Priester Matthias Fröse verband in seiner Predigt die Taufe eines kleinen Mädchens mit dem Nachfest des Entschlafens der Gottesgebärerin. Beide Ereignisse sprächen vom „Leben des Menschen in Christus“, das mit der Taufe beginne und dessen Ziel die Gemeinschaft mit Gott und das ewige Leben sei.

Die Ikone des Entschlafens zeige nach seinen Worten das ganze christliche Leben: Am Anfang werde ein Kind zu Christus gebracht und in der Taufe mit ihm verbunden, am Ende nehme Christus den Menschen in seine Arme. Dazwischen liege ein Leben mit Freuden und Prüfungen, Glauben und Zweifeln sowie immer neuem Fallen und Aufstehen.

Die Taufe sei weit mehr als ein familiärer Brauch. Der Mensch werde mit Christus verbunden und zu einem neuen Leben auferweckt. Zugleich beginne mit der Taufe die Aufgabe, die empfangene Gnade zu bewahren. Dabei trügen besonders Eltern und Paten Verantwortung, denn ein Kind lerne den Glauben zunächst daran, wie die Menschen lebten, die ihm diesen Glauben vermittelten.

Die Gottesgebärerin sei ein Vorbild dafür, Gottes Wort zu hören und zu bewahren. Christlicher Glaube bedeute nicht nur ein einmaliges religiöses Erlebnis, sondern „dass wir lernen bei Gott zu bleiben, dass wir lernen sein Wort zu hören und auch es zu bewahren“ – auch wenn das Leben anders verlaufe als erwartet.

Das wichtigste Gebet für das getaufte Kind sei daher, dass es Christus niemals verliere. Gesundheit, Besitz und Erfolg seien vergänglich, sagte Fröse. Wer jedoch Christus finde und in ihm bleibe, besitze etwas, das ihm auch der Tod nicht nehmen könne.

Zum Abschluss kehrte der Priester zur Ikone des Entschlafens zurück: Am Beginn des Evangeliums trage die Gottesgebärerin Christus als Kind in ihren Armen, am Ende ihres Lebens trage Christus ihre Seele. Darin liege ein Bild für das ganze christliche Leben: Der Mensch sei berufen, Christus in sich zu tragen – und am Ende sei es Christus, der den Menschen trage.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Hierarchen aus Bulgarien, Rumänien, Serbien und Nordmazedonien sowie ein Geistlicher aus Albanien zu Feierlichkeiten im Kloster des Heiligen Joachim von Osogovo zusammenkamen.

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