„Jede Form von Gewalt aufgrund des Glaubens ist abzulehnen“: Dr. Heinrich Derksen

Dr. Heinrich Derksen äußerte sich zum Angriff auf die Mönche der Swjatogorsker Lawra. Foto: UOJ Deutschland.
Am 23. August wurde in der Swjatohirsker Lawra in der Region Donezk in der Ukraine Mönch Warsonofij getötet. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Angriff schwer verletzt.
Der bekannte deutsche evangelische Theologe Dr. Heinrich Derksen, Rektor des Bibelseminars Bonn, Professor für Kirchengeschichte und Lead-Pastor der Evangelischen Freikirche Köln, äußerte sich in einer persönlichen Stellungnahme gegenüber der UOJ Deutschland zu dem Angriff auf die Mönche der Lawra.
In seiner Stellungnahme zeigte sich Dr. Heinrich Derksen bestürzt über den gewaltsamen Tod des Mönchs Warsonofij und die schweren Verletzungen weiterer Menschen in der Lawra. Er unterstrich, dass jede Form von Gewalt gegen Menschen aufgrund ihres Glaubens entschieden abzulehnen sei.
Zugleich erklärte er, dass Religionsfreiheit und der Schutz christlicher Gemeinden und ihrer geistlichen Einrichtungen auch in Zeiten von Krieg und gesellschaftlichen Spannungen gewährleistet bleiben müssten. Die Hintergründe der Tat müssten unabhängig und vollständig aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Als Christen, so Dr. Derksen, seien die Gläubigen aufgerufen, den Opfern und ihren Angehörigen beizustehen, für die Verletzten zu beten und sich jeder Form von Hass, Hetze und religiöser Diskriminierung entgegenzustellen.
Wir geben den vollständigen Wortlaut seiner persönlichen Stellungnahme wieder:
Mit großer Bestürzung habe ich vom gewaltsamen Tod des Mönchs Warsonofij und von der schweren Verletzung weiterer Menschen in der Swjatohirsker Lawra erfahren. Jede Form von Gewalt gegen Menschen aufgrund ihres Glaubens ist entschieden abzulehnen.
Religionsfreiheit und der Schutz christlicher Gemeinden und ihrer geistlichen Einrichtungen müssen auch in Zeiten von Krieg und gesellschaftlichen Spannungen gewährleistet bleiben. Die Hintergründe dieser Tat müssen unabhängig und vollständig aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Als Christen sind wir aufgerufen, den Opfern und ihren Angehörigen beizustehen, für die Verletzten zu beten und uns jeder Form von Hass, Hetze und religiöser Diskriminierung entgegenzustellen.
Dr. Heinrich Derksen
Zuvor berichtete orthodoxnews.de, dass Bischof Hiob von Stuttgart den getöteten Mönch der Swjatohirsker Lawra als einen wahren Märtyrer bezeichnete.
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