Tragödie in der Swjatogorsker Lawra zeigte ein klares Glaubenszeugnis
Mönch Warsonofij. Foto: Swjatogorsk Lavra
Unter orthodoxen Christen entwickelt sich derzeit eine indirekte Diskussion darüber, ob der Tod des Swjatogorsker Mönchs Warsonofij als Bekenntniszeugnis zu werten ist. Sie verstärkte sich insbesondere nach der Aussage des verletzten Novizen Andrej Kirijenko, wonach Menschen in Uniform vor dem Angriff von ihm eine „richtige“ Antwort auf die Parole „Slava Ukraine!“ verlangt hätten. Andrej antwortete: „Ehre sei unserem Herrn und Gott. Rette und bewahre.“ Er blieb nur deshalb am Leben, weil die Angreifer ihn nach mehreren Messerstichen für tot hielten und in eine Schlucht warfen.
Nach Angaben der UOJ fand ein ähnlicher Dialog auch mit dem anderen Verletzten, dem Mönch Grigorij, statt. Ihm wurde vor dem Angriff jedoch eine klare Wahl gestellt: Entweder antwortete er „richtig“ auf „Slava Ukraine!“ und blieb am Leben, oder er starb. Verlässliche Informationen darüber, dass dasselbe auch mit dem getöteten Mönch Warsonofij geschah, liegen uns nicht vor. Doch seine letzten Worte, die die Brüder hörten, die ihn kurz vor seinem Tod fanden, lauteten: „Ehre sei dem Herrn Jesus Christus!“ … „Ich bin ein Mönch.“ Es ist logisch anzunehmen, dass er den Mördern dasselbe sagte. Andernfalls wäre Vater Warsonofij am Leben geblieben.
Dennoch wenden derzeit viele ein, dass alles „nicht so eindeutig“ sei: Die Angreifer seien nicht identifiziert, ihr Motiv müsse untersucht werden, es sei unbekannt, ob von Vater Warsonofij verlangt wurde, Christus zu verleugnen, ob der Angriff aus religiösem Hass verübt wurde und so weiter.
Doch überlegen wir, welche Motive die Mörder überhaupt gehabt haben könnten.
Persönliche Abneigung? Kirijenko erklärte, dass ihm die Angreifer unbekannt gewesen seien. Wahrscheinlich lässt sich dasselbe auch über die anderen angegriffenen Mönche sagen.
Rache? Dasselbe Problem: An unbekannten Menschen rächt man sich nicht – es gibt schlicht nichts, wofür man sich rächen könnte.
Raub? Kirijenko erwähnt nichts davon. Und was könnte sich überhaupt in den Taschen eines Novizen oder eines Mönchs befinden? Auch diese Version hält der Kritik nicht stand.
Es bleibt nur eines: das Motiv des religiösen Hasses. Die Mörder kamen in ein orthodoxes Kloster und begannen zu töten, nachdem sie als Antwort „Ehre sei unserem Herrn und Gott.“ gehört hatten.“ Dabei ist wichtig, dass den Opfern eine Wahl gelassen wurde: Sie konnten „richtig“ antworten und der Ermordung entgehen.
Für uns besitzt das Wort „Bekenntniszeugnis“ einen sehr hohen Stellenwert und wird mit den geistlichen Taten der Bekenner und Märtyrer der Vergangenheit in Verbindung gebracht. Das ist natürlich, und deshalb muss es mit großer Vorsicht verwendet werden.
Doch das Offensichtliche dürfen wir ebenfalls nicht übersehen.
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