Patriarch Porfirije: Gottes Wille und Demut als Weg des christlichen Lebens

Patriarch Porfirije rief dazu auf, die Gottesmutter zu preisen und durch ihre Fürsprache gemeinsam mit ihr Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, zu verherrlichen. Foto: Patriarchat
Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am 28. August 2026, dem Fest der Entschlafung der Gottesmutter, im Kloster Rakovica bei Belgrad über die Bedeutung von Demut und Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes gesprochen. Ausgangspunkt seiner Predigt war die Aufforderung des Apostels Paulus, die Gesinnung Christi anzunehmen. Das Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.
Nach den Worten des Patriarchen besteht die christliche Berufung darin, den Willen Gottes zum eigenen Willen werden zu lassen. Daraus erwachse die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Demut und Gehorsam seien dabei die Grundlage des geistlichen Lebens und des Reiches Gottes.
Die Gottesmutter bezeichnete Patriarch Porfirije als „Gehorsam in Person“. Ihr gesamtes Leben sei von Demut, Glauben und Vertrauen in Gottes Vorsehung geprägt gewesen. Besonders verwies er auf ihre Antwort bei der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel: „Siehe, ich bin die Magd Gottes; mir geschehe, wie du gesagt hast.“
In diesen Worten komme nach seiner Darstellung das zentrale Geheimnis des christlichen Gebets zum Ausdruck: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“ Auch der Mensch solle seine Wünsche zwar vor Gott bringen, sein Gebet jedoch letztlich dem Willen Gottes anvertrauen, da Gott am besten wisse, was dem Menschen und seinem Nächsten zum Heil diene.
Die Gottesmutter sei damit ein Vorbild für den Weg des Menschen zu Gott. Wer sich mit Gottes Hilfe innerlich verändere, in der Tugend wachse und sich dem göttlichen Willen unterstelle, schaffe Raum für Gottes Gnade und Wirken, sagte der Patriarch.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Isaak in Deutschland seine Unterstützung für die Brüder der Swjatohirsker Lawra bekundet hatte.
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