Neuerscheinung untersucht Wulfila und die Christianisierung der Goten

Das neue Buch von Archimandrit Johannes von Buchhagen widmet sich Wulfila, dem Gotenbischof und Übersetzer der gotischen Bibel. Fotos: Verlag/Kloster
Archimandrit Johannes von Buchhagen legt im Verlag des bulgarisch-orthodoxen Klosters Buchhagen eine Studie über den Gotenbischof und „Germanenapostel“ Wulfila vor. Das unter dem Titel „Wulfila von Gothien. Glaube und Werk des Germanenapostels“ erschienene Buch untersucht dessen Wirken als Bischof, geistlicher Lehrer und Ethnarch sowie als Schöpfer der gotischen Schrift und Übersetzer der Bibel und der Liturgie, wie der Verlag auf seiner Webseite mitteilte.
Der Autor und Abt des Klosters betrachtet Wulfila im Licht der Heiligen Überlieferung und stellt sein Wirken in den Zusammenhang der theologischen Auseinandersetzungen des 4. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung der christologischen und trinitätstheologischen Begrifflichkeit zwischen den Konzilien von Nizäa (325) und Konstantinopel (381), die verschiedenen dogmatischen Positionen dieser Zeit sowie die Frage nach Wulfilas Glaubensüberzeugungen. Untersucht werden außerdem die Christianisierung und christliche Volkwerdung der Goten, ihre Neuordnung nach 376 und das Verhältnis von Goten und Römern sowie von Orthodoxie und Arianismus.
Ein weiterer Schwerpunkt des Buchs liegt auf der gotischen Bibelübersetzung und der Skeireins, die einer dogmatischen Untersuchung unterzogen werden. Die interdisziplinäre Studie verbindet historische, philosophische und sprachwissenschaftliche Zugänge und will dadurch eine neue Sicht auf Glaube und Werk Wulfilas sowie auf die theologischen und anthropologischen Grundlagen des orthodoxen Christentums eröffnen.
Das Buch umfasst 320 Seiten, ist fadengeheftet und fest gebunden und erscheint im Format 15 × 21 Zentimeter. Der Preis beträgt 30 Euro.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das Orthodoxe Theologische Saint-Serge-Institut in Paris sein Kursangebot für das erste Semester vorstellte.
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