Patriarch Daniel: Gebet mit einem reinen Leben und Nächstenliebe verbinden

Patriarch Daniel von Rumänien bei der Göttlichen Liturgie. Foto: Lumina Newspaper

Patriarch Daniel von Rumänien bei der Göttlichen Liturgie. Foto: Lumina Newspaper

Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am Sonntag (23. August 2026) dazu aufgerufen, Gebet, ein reines Leben und Nächstenliebe miteinander zu verbinden. Bei der Göttlichen Liturgie in der historischen Kapelle der Patriarchalresidenz erklärte er mit Blick auf das Evangelium vom reichen Jüngling, die Einhaltung der Gebote sei zwar der Anfang des christlichen Lebens, für die Vollkommenheit aber nicht ausreichend. Es genüge nicht, Böses zu vermeiden; vielmehr müsse der Mensch barmherzig und großzügig sein und seinen Besitz mit den Armen teilen, wie das Patriarchat berichtete.


Patriarch Daniel betonte, das Problem liege nicht im Besitz materieller Güter selbst, sondern darin, dass Reichtum zum Mittelpunkt des Lebens werde. Vergängliche Güter könnten die nach Gott geschaffene menschliche Seele nicht dauerhaft erfüllen. Als Antwort auf die Bindung an Besitz verwies der Patriarch auf die barmherzige Liebe zum Nächsten und auf gute Taten als Ausdruck der Erfüllung der Gebote. Auch wer über keine materiellen Mittel verfüge, könne durch gute Worte, hilfreiche Ratschläge und vor allem durch ein demütiges, barmherziges Gebet für andere Nächstenliebe üben.

Das Kirchenoberhaupt rief in seiner Predigt dazu auf, Gier und Stolz zu überwinden und an ihre Stelle die Liebe Christi treten zu lassen. Gute und barmherzige Taten würden als geistlicher Schatz in die Ewigkeit mitgenommen. Zugleich verwies er auf die hoffnungsvolle Botschaft des Evangeliums: Für den Menschen, der aufrichtig nach dem ewigen Leben strebe und um Gottes Hilfe und Gnade bitte, sei nichts unmöglich.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein Feuer das Kloster des Heiligen Propheten Elias im serbischen Kacapun schwer beschädigte.

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