Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Christen in Pakistan leben teilweise unter schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen; im Bild die Hauptstadt Islamabad. Foto: Fassifarooq/Wikipedia

Christen in Pakistan leben teilweise unter schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen; im Bild die Hauptstadt Islamabad. Foto: Fassifarooq/Wikipedia

Der argentinische Priester Federico Highton hat nach eigenen Angaben in Pakistan mehr als 250 Christen aus sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen befreit. Bei einem jüngsten Einsatz waren 44 Menschen freigekommen. Ursache der Ausbeutung sind häufig extreme Armut, hohe Verschuldung und Wucherzinsen. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 22. August 2026.

Betroffen sind unter anderem Ziegelarbeiter, Landarbeiter und Opfer sexueller Ausbeutung. In einem besonders schweren Fall wurden sechs Familien über zehn Jahre misshandelt. Nach Angaben Hightons wurden Männer unter Drogen gesetzt, während ihre Frauen vergewaltigt wurden. Die Opfer seien zudem zur Aufnahme von Videos über eine Konversion zum Islam gezwungen worden.

Die Freikäufe werden laut Highton durch Spenden christlicher Gemeinschaften finanziert. Für die Ablösung der Schulden einer Familie wären zwischen 500 und 1.500 Euro notwendig. Anschließend unterstütze seine Gemeinschaft die Familien beim Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz, etwa durch Mietwohnungen, Kleintaxis und Nähmaschinen sowie durch die Ausbildung der Kinder.

In der pakistanischen Provinz Punjab soll außerdem das Siedlungsprojekt „PaX“ entstehen, das den befreiten Familien Schutz und wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglichen soll. Highton gründete gemeinsam mit dem Priester Javier Olivera Ravasi den Orden San Elias (OSE), der 2016 kirchlich als Gesellschaft apostolischen Lebens diözesanen Rechts anerkannt wurde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Abt Daniil im St.-Georgs-Kloster zum Fest der Verklärung des Herrn über die Berufung des Menschen zur geistlichen Verwandlung sprach.

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