„Open Doors“ beklagt tödliche Angriffe auf Christen im Sudan

Eine Kirche in den Nubabergen: Die dort lebenden Christen zeigen eine erstaunliche Resilienz. Foto: Open Doors

Eine Kirche in den Nubabergen: Die dort lebenden Christen zeigen eine erstaunliche Resilienz. Foto: Open Doors

Das christliche Hilfswerk „Open Doors“ warnt vor zunehmender Gewalt gegen Christen im Sudan. Ende Juli waren mehrere Christen, darunter zwei Geistliche, getötet und weitere entführt worden. Kirchen würden zunehmend zu Schauplätzen der Kämpfe, wie das Hilfswerk am 22. August 2026 auf seiner Webseite berichtete.

Nach Angaben von „Open Doors“ gehört der Sudan zu den gefährlichsten Ländern für Christen weltweit. Die christliche Minderheit wird im Bürgerkrieg immer wieder gezielt angegriffen. Geistliche seien zunehmend dem Druck, den Entführungen und Tötungen ausgesetzt. Bei einigen Angriffen geht es um Streitigkeiten über humanitäre Hilfe, Entführungen dienen auch der Erpressung von Lösegeld.

Auch Kirchen seien nicht mehr sichere Rückzugsorte. Gebäude, die früher als neutrale Gemeinschaftsräume und humanitäre Zufluchtsorte dienten, würden von den sudanesischen Streitkräften sowohl als auch von den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) für militärische Zwecke besetzt.

Der Sudan befindet sich seit April 2023 in einem Bürgerkrieg zwischen der Armee und der RSF. Nach UN-Angaben sind rund zwölf Millionen Menschen auf der Flucht. „Open Doors“ unterstützt nach eigenen Angaben verfolgte Christen in rund 60 Ländern und berichtet in Deutschland über deren Situation.

Bischof Bertram Meier, Weltkirche-Bischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, fordert anlässlich des Internationalen Tags zum Gedenken an Opfer religiös motivierter Gewalt Staaten dazu auf, gegen religiöse Gewalt vorzugehen. Zugleich riefen er Religionsgemeinschaften dazu auf, Radikalisierung und fundamentalistischen Strömungen entgegenzutreten.

„Open Doors“ ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das sich in rund 60 Ländern der Welt für Christen einsetzt, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden. Die deutsche Niederlassung des internationalen Werkes befindet sich in Kelkheim bei Frankfurt am Main. „Open Doors“ ist seit 2003 das Spendensiegel der Deutschen Evangelischen Allianz.

Die UOJ  berichtete  zuvor, dass Abt Daniil im St.-Georgs-Kloster zum Fest der Verklärung des Herrn über die Berufung des Menschen zur geistlichen Verwandlung sprach.

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