Christen in Syrien stehen unter dem Druck radikaler Islamisten

Christen in Syrien. Foto: Orthodoxian News Agency

Christen in Syrien. Foto: Orthodoxian News Agency

Das Europäische Zentrum für Recht und Gerechtigkeit (CLL) hat die Vereinten Nationen vor einer zunehmenden Bedrohung der Christen in Syrien durch radikal-islamistische Gruppen gewarnt. In einem Bericht verweist die Organisation auf anhaltende Gewalt, sozialen Druck und Einschränkungen der Religionsfreiheit. Darüber berichtete die ukrainische Redaktion der UOJ am 21. August 2026.

Seit dem Sturz der Regierung von Baschar al-Assad im Dezember 2024 hat die mit al-Qaida verbundene HTS erheblichen Einfluss gewonnen. Trotz Zusagen der neuen Machthaber zum Schutz religiöser Minderheiten ist die staatliche Kontrolle vielerorts schwach. Bei verschiedenen Gewaltausbrüchen wurden bereits zahlreiche Angehörige religiöser Minderheiten getötet.

Nach Angaben der Menschenrechtsaktivisten ist die Zahl der Christen in Syrien während des Konflikts von rund zwei Millionen auf schätzungsweise 300.000 bis 500.000 gesunken. Die verbliebenen Gemeinden seien unter anderem durch islamistische Propaganda, Druck auf christliche Schulen, Enteignungen und Entführungen bedroht. Im vergangenen Jahr wurden bei einem Anschlag auf eine christliche Kirche 25 Menschen getötet.

Das CLL betont, Christen forderten keinen Sonderstatus, sondern eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der bisherige Schutz der Religionsfreiheit reiche angesichts der aktuellen Lage nicht aus. Die internationale Gemeinschaft müsse deshalb politische, wirtschaftliche und rechtliche Voraussetzungen schaffen, damit Christen weiterhin sicher in Syrien leben können.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin in Berlin über die Verklärung als Weg im Alltag predigte.

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