Britischer Millionär übernimmt Rechtskosten für angeklagte Straßenprediger

Der britische Unternehmer Samuel Leeds will christliche Straßenprediger finanziell unterstützen, die wegen ihrer öffentlichen Verkündigung rechtliche Schwierigkeiten bekommen. Foto: Samuel Leeds/Facebook

Der britische Unternehmer und Millionär Samuel Leeds wird die Rechtskosten christlicher Straßenprediger übernehmen, die wegen ihrer öffentlichen Verkündigung mit der Polizei oder vor Gericht in Konflikt geraten sind. Er beklagt eine zunehmende Einschränkung christlicher Meinungsäußerungen in Großbritannien, wie das katholische Nachrichtenportal kath.net am 14. August 2026 berichtete.

Leeds, der 1991 geboren wurde, ist in Großbritannien vor allem als Immobilieninvestor, Unternehmer und Coach für Immobilienstrategien bekannt. In einem Interview mit dem Magazin „Truth Times“ sagte Leeds nun, er sei „entrüstet und schockiert“, dass Christen in Großbritannien wegen des Predigens ihres Glaubens festgenommen würden.

Als Beispiele nannten er unter anderem Dia Moodley, der in Bristol verhaftet wurde, sowie Steve Maile, einen 66-jährigen, in Neuseeland geborenen apostolischen Evangelisten, Gospelsänger und leitenden Pastor der Oasis City Church in Watford. Maile wurde am 18. April 2026 während einer Straßenpredigt im Stadtzentrum von Watford festgenommen. Er hatte gepredigt, Hymnen gesungen und die Geschichte des gewaltsamen Islamismus thematisiert; Gegen ihn wurde unter anderem wegen des Verdachts auf Störung der öffentlichen Ordnung und Hasskriminalität ermittelt. Maile wird vom Christian Legal Center vertreten; Die Aufnahmen seiner Festnahme lösen eine breitere Debatte über Meinungsfreiheit und Straßenpredigten im Vereinigten Königreich aus.

Leeds begründete seine finanzielle Unterstützung mit seiner wirtschaftlichen Situation. Nachdem er selbst erfolgreich gewesen war, sah er es als seine Pflicht an, Christen beizustehen, die wegen ihrer Verkündigung rechtliche Schwierigkeiten bekamen. Zugleich kritisierte der Unternehmer eine aus seiner Sicht bestehende Doppelmoral im britischen Umgang mit öffentlichen Äußerungen. Während bestimmte sexualisierte Inhalte in der Öffentlichkeit kaum Aufmerksamkeit der Behörden erhielten, gerieten Prediger, die aus der Bibel zitierten, unter Druck. Großbritannien sei zwar ein christlich geprägtes Land, das unterschiedliche Religionen toleriere, doch „abgesehen von den Christen selbst“, so Leeds.

Trotz seiner Kritik sieht Leeds Anzeichen für eine Erneuerung des christlichen Glaubens in Großbritannien. Er vertritt die Auffassung, dass eine Rückkehr zu Gott die wichtigste Hoffnung für das Land sei. Als Hinweis auf eine mögliche Trendwende verweist er auf Untersuchungen, denen zufolge der Anteil der Christen insbesondere unter jüngeren Menschen zuletzt wieder gestiegen sei; auch die Zahl der Gottesdienstbesucher habe angenommen.

Die UOJ  berichtete  zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues bioethisches Standardwerk ankündigte.

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Samuel Leeds kritisiert zunehmenden Druck auf Christen und spricht von „Doppelmoral“.

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