Bedeutung der Gedanken im Mittelpunkt eines Vortrags über Altvater Thaddeus
Janis Tortora sprach bei der St.-Justin-Konferenz in Geilnau über die geistliche Lehre des serbischen Altvaters Thaddeus von Vitovnica. Foto: Screenshot YouTube
Bei der Theologischen St.-Justin-Konferenz am 14. und 15. Juli 2026 im serbisch-orthodoxen Kloster des heiligen Spyridon in Geilnau hat Janis Tortora die geistliche Lehre des serbischen Altvaters Thaddeus von Vitovnica (1914–2003) vorgestellt. Im Mittelpunkt des Vortrags stand dessen bekannter Ausspruch: „Unsere Gedanken bestimmen unser Leben“. Das Kloster veröffentlichte den Vortrag nach der Konferenz auf seinem YouTube-Kanal.
Der Referent zeichnete bewusst kein idealisiertes Bild des serbischen Geistlichen. Altvater Thaddeus habe über viele Jahre unter Sorgen, Angstzuständen und sogar Nervenzusammenbrüchen gelitten, ehe er zu der Überzeugung gelangt sei: „Wir alle machen uns zu viele Sorgen um uns selbst, und allein der, der alles dem Willen Gottes überlässt, kann sich wirklich fröhlich, leicht und friedlich fühlen“, zitierte Tortora den Altvater.
Einen Schwerpunkt bildete die Lehre über die Gedanken. Dabei verwies Tortora mehrfach auf Aussagen des Altvaters Thaddeus. Dieser lehre: „Unsere Gedanken bestimmen unser ganzes Leben. Wenn unsere Gedanken zerstörerisch sind, werden wir keinen Frieden haben. Wenn sie ruhig, sanftmütig und schlicht sind, wird unser Leben genauso sein.“ Ebenso zitierte er dessen Mahnung: „In unseren Herzen lechzen wir nach Gott, aber in unseren Gedanken widersetzen wir uns ihm.“
In der anschließenden Fragerunde diskutierten die Teilnehmer über die geistliche Bedeutung der Gedanken, ihre Verantwortung für das eigene Handeln sowie das Gebet als Weg zur Läuterung des Herzens. Tortora betonte, der Mensch könne seine Freiheit nur in der Kraft Gottes zum Guten gebrauchen und verwies auf das unablässige Gedenken Gottes als Ziel des geistlichen Lebens.
Die UOJ berichtete zuvor, dass im Kosovo UÇK-Flaggen an serbisch-orthodoxen Kirchen in Lipljan angebracht wurden.
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