Patriarch Daniel: „Jede Kirche ist ein Tabor, ein heiliger Berg“

Patriarch Daniel predigte am Fest der Verklärung des Herrn während der Göttlichen Liturgie in der historischen Georgskapelle der Patriarchalresidenz in Bukarest. Foto: Patriarchat

Patriarch Daniel von der Rumänischen Orthodoxen Kirche hat zum Fest der Verklärung des Herrn am 6. August 2026 die himmlische Bestimmung des Menschen hervorgehoben. Während der Göttlichen Liturgie in der historischen Georgskapelle der Patriarchalresidenz in Bukarest erklärte er, die Verklärung offenbare das Ziel des christlichen Lebens und sei zugleich ein prophetisches Bild der Kirche, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

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„Dieses Fest der Verklärung des Herrn zeigt uns, dass der Mensch nicht für das Grab, sondern für den Himmel geschaffen ist“, sagte Patriarch Daniel in seiner Predigt. Christus habe sich vor seinen Jüngern verklärt, damit sie angesichts seines Kreuzestodes nicht den Glauben verlören, sondern auf seine Auferstehung hofften.

Das Fest verdeutliche, dass das christliche Leben auf die Reinigung des Herzens und die Schau der göttlichen Herrlichkeit ausgerichtet sei. Der Patriarch erinnerte an die hesychastische Tradition, die sich vom Berg Athos aus im 14. Jahrhundert auch in den rumänischen Ländern verbreitete. Rumänische Mönche hätten diese Spiritualität unter anderem auf den Berg Ceahlău übertragen, den er als „Berg der Verklärung“ bezeichnete.

Mit Blick auf die Bedeutung orthodoxer Kirchen sagte der Patriarch: „Jede orthodoxe Kirche ist ein Tabor, ein heiliger Berg.“ Die drei Bereiche einer orthodoxen Kirche – Heiliger Altar, Kirchenschiff und Vorraum – stünden symbolisch für den Weg des Menschen in das Reich Gottes und erinnerten an die drei Hütten, von denen der Apostel Petrus bei der Verklärung Christi sprach.

Zum Abschluss rief Patriarch Daniel die Gläubigen zur Erneuerung ihres Lebens auf: „Dieses Fest ruft uns dazu auf, unser Leben zu ändern.“ Dies beginne mit der Erleuchtung des Geistes durch das Lesen der Heiligen Schrift, der Erleuchtung des Herzens durch das Gebet und der Erleuchtung des Lebens durch gute Werke und ein heiliges Leben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Priestermönch Savatie Baștovoi sein Weihejubiläum mit zahlreichen Gläubigen beging.

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