Israel und Jordanien bereiten sich auf Taufe-Christi-Jubiläum 2030 vor
Taufstelle Jesu Christi. Foto: jubileecast
Israel hat offiziell mit den Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr 2030 begonnen, in dem sich nach christlicher Tradition die Taufe Jesu Christi zum 2.000. Mal jährt. Das Außenministerium kündigte die Einrichtung einer besonderen Arbeitsgruppe an, die unter der Leitung des Sondergesandten für die christliche Welt, George Deek, die organisatorischen und diplomatischen Vorbereitungen koordinieren soll. Die Regierung rechnet damit, dass zu diesem Anlass Millionen Christen aus aller Welt ins Heilige Land reisen werden. Darüber berichtete jubileecast.
Im Mittelpunkt der Planungen steht die Taufstätte Qasr el-Yahud am Jordan, die von vielen Christen als Ort verehrt wird, an dem Johannes der Täufer Jesus Christus taufte. Die Arbeitsgruppe soll den Austausch mit Kirchen und christlichen Gemeinschaften weltweit intensivieren sowie gemeinsam mit verschiedenen Behörden Maßnahmen zur Aufnahme der erwarteten Pilgerströme vorbereiten. Außenminister Gideon Sa'ar bezeichnete das Jubiläum als ein Ereignis von außergewöhnlicher geistlicher Bedeutung für die weltweite Christenheit und betonte, dass Israel frühzeitig die notwendigen Voraussetzungen schaffen wolle.
Auch Jordanien bereitet sich auf das Jubiläum vor. An der gegenüberliegenden Taufstätte Al-Maghtas (Bethanien jenseits des Jordans), die zum UNESCO-Welterbe gehört, laufen bereits Infrastrukturmaßnahmen zur besseren Betreuung der Pilger. König Abdullah II. hatte sich dort Anfang des Jahres mit katholischen und orthodoxen Kirchenvertretern getroffen und die Unterstützung seines Landes für die Vorbereitungen zugesagt. Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, hob hervor, dass die Taufe Christi weit mehr als ein geschichtliches Ereignis sei – sie bleibe ein lebendiges geistliches Zeugnis, das Gläubige bis heute begleite.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Hilandar zu Ehren der dreihändigen Ikone ein mehrstündiger Gottesdienst stattfand.
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