Deutsche ROKA-Diözese gedachte des heiligen Neumärtyrers Alexander Schmorell

Geistliche und Gläubige zogen am Vorabend des Gedenktages in einer Prozession zum Grab des heiligen Neumärtyrers Alexander Schmorell auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München. Fotos: Diözese

Am Gedenktag des heiligen Neumärtyrers Alexander Schmorell hat die Deutsche Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) am 13. Juli 2026 in München des Glaubenszeugen gedacht. Neben der Göttlichen Liturgie am Festtag selbst fand bereits am Vorabend eine Prozession von der Münchner Kathedrale zum Grab Schmorells auf dem Friedhof am Perlacher Forst statt, bei der Geistliche und Gläubige ein Gebet zu seinen Ehren sangen. Darüber berichtete die Diözese auf ihrem Telegram-Kanal.

Alexander Schmorell (1917–1943) war Mitbegründer der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die mit Flugblättern und öffentlichen Protestaktionen zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime aufrief. Nach seiner Verhaftung wurde er am 13. Juli 1943 im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet. Als orthodoxer Christ verstand er seinen Einsatz gegen das Unrecht als Gewissensentscheidung aus dem Glauben heraus.

Die Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland sprach Schmorell am 5. Februar 2012 in München heilig. Sie verehrt ihn als heiligen Neumärtyrer Alexander von München; sein liturgischer Gedenktag wird am 13. Juli, dem Tag seiner Hinrichtung, begangen. Später wurde seine Heiligsprechung auch von der Russischen Orthodoxen Kirche anerkannt. Sein Grab auf dem Friedhof am Perlacher Forst ist heute ein viel besuchter Wallfahrtsort.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei die Gläubigen aufforderte: „Bereitet euch auf den geistlichen Kampf vor, nicht auf emotionalen Trost!“

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