Antichristliche Übergriffe in Israel nahmen im zweiten Quartal deutlich zu

Ein neuer Bericht dokumentiert einen deutlichen Anstieg antichristlicher Übergriffe in Israel, insbesondere in der Jerusalemer Altstadt. Foto (Grabeskirche): Berthold Werner/Wikipedia

Ein neuer Bericht dokumentiert einen deutlichen Anstieg antichristlicher Übergriffe in Israel, insbesondere in der Jerusalemer Altstadt. Foto (Grabeskirche): Berthold Werner/Wikipedia

Die Zahl der gemeldeten Übergriffe auf Christen in Israel ist im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres von 44 auf 83 Fälle gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Religious Freedom Center hervor. Die meisten Vorfälle ereigneten sich erneut in Jerusalem, insbesondere in der Altstadt. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal Domradio.de am 6. Juli 2026.

Nach Angaben der Organisation wurden zehn Fälle von Bedrohungen oder körperlicher Gewalt registriert. Mehr als die Hälfte der gemeldeten Übergriffe bestand darin, dass Christen angespuckt wurden. Die Verfasser des Berichts sprechen von einer zunehmenden Offenheit der Täter im öffentlichen Raum und führen den Anstieg unter anderem auf Hetze und Desinformation im Internet zurück. Als besonders schwerer Vorfall wird der Angriff auf eine französische Ordensfrau genannt, die am Rande der Jerusalemer Altstadt am Kopf verletzt wurde.

Besonders viele Übergriffe wurden am Jerusalem-Tag sowie während des jüdischen Wochenfestes Schawuot registriert. Das Religious Freedom Center fordert eine bessere Datenerhebung, mehr Aufklärungsarbeit sowie eine stärkere Sichtbarkeit der christlichen Präsenz im öffentlichen Raum Jerusalems. Zudem bietet die Organisation der israelischen Armee und Reiseleitern Schulungen zur Sensibilisierung für antichristliche Vorfälle an.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Nikolaj Priester zu mehr Gebet und Zurückhaltung im Internet mahnte.

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