Diakon Igor Willimowski: Christus nicht aus dem eigenen Leben fortschicken

Diakon Igor Willimowski predigte in Krefekd über das Evangelium von der Heilung der Besessenen. Foto: Screenshot YouTube
Am fünften Sonntag nach Pfingsten (5. Juli 2026) predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld über die Entscheidung des Menschen, Christus anzunehmen oder ihn zurückzuweisen. Ausgehend vom Evangelium von der Heilung der Besessenen (Mt 8,28–9,1) warnte er vor einem Leben ohne Gott und rief dazu auf, Christus im eigenen Herzen Raum zu geben. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
Diakon Igor Willimowski stellte die Reaktion der Gadarener in den Mittelpunkt der Predigt. Obwohl Christus die Besessenen von den Dämonen befreit habe, hätten ihn die Menschen gebeten, ihre Gegend zu verlassen. Darin sah der Diakon ein Sinnbild für Menschen, die den Glauben zugunsten weltlicher Interessen zurückweisen und Gottes Gebote missachten.
Diese Haltung sei auch in der heutigen Gesellschaft erkennbar. Christlicher Glaube, Hoffnung auf das ewige Leben sowie moralische Maßstäbe würden zunehmend verdrängt, während der Mensch sich vor allem am Irdischen orientiere. Christus zwinge jedoch niemanden, ihm nachzufolgen, sondern respektiere die freie Entscheidung jedes Einzelnen.
Mit Blick auf das Evangelium betonte der Geistliche, dass nur Christus Macht über das Böse habe. Die in die Schweine fahrende Dämonenschar verdeutliche die zerstörerischen Folgen eines Lebens, das sich von Gott abwendet und der Sünde öffnet. Wer Gott aus seinem Leben ausschließe, setze sich geistlichem Schaden aus.
Abschließend rief der Diakon die Gläubigen auf, die Botschaft des Evangeliums ernst zu nehmen und Christus nicht fortzuschicken, sondern ihn in das eigene Herz aufzunehmen. Niemand wisse, wie viel Zeit ihm auf Erden bleibe; deshalb gelte es, die Beziehung zu Gott nicht aufzuschieben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Ex-Kulturstaatsministerin Monika Grütters dazu aufrief, nicht mehr Kirchen aufzugeben als nötig.
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