Patriarch Daniil beging zweiten Jahrestag seiner Inthronisierung

Patriarch Daniil feierte in der Patriarchalkathedrale St. Alexander Newski in Sofia den zweiten Jahrestag seiner Wahl und Inthronisierung als Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche. Foto: Patriarchat

Mit einer feierlichen Göttlichen Liturgie in der Patriarchalkathedrale St. Alexander Newski in Sofia hat die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche am 30. Juni 2026 den zweiten Jahrestag der Wahl und Inthronisierung von Patriarch Daniil als Oberhaupt der Kirche begangen. An den Feierlichkeiten nahmen zahlreiche Hierarchen, Geistliche sowie Vertreter des bulgarischen Staates und anderer orthodoxer Kirchen teil, wie das Patriarchat berichtete.

Vor Beginn des Gottesdienstes erklärte Patriarch Daniil, die Bewertung seines bisherigen Wirkens obliege den orthodoxen Gläubigen. Zugleich hob er das hohe Vertrauen hervor, das die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche in Gesellschaft und staatlichen Institutionen genieße. Mit Blick auf die EU-Sanktionen gegen Russland, die auch den russischen Patriarchen Kyrill betreffen, mahnte er, geopolitische Erwägungen nicht in kirchliche Angelegenheiten einzubringen. Sanktionen würden international nicht einheitlich angewandt und könnten politischen sowie wirtschaftlichen Interessen folgen, ohne das Völkerrecht überall gleichermaßen zu berücksichtigen.

In den Ansprachen nach der Liturgie würdigte Metropolit Gabriel von Lowetsch die geistliche Prägung und Demut des Patriarchen, die ihn seit seiner Zeit im Kloster Hadschidimowo auszeichne. Bischof Johannes von Branitsa hob dessen Einsatz für die Einheit der Kirche, die Verkündigung des Evangeliums sowie die Stärkung des kirchlichen Lebens in den vergangenen zwei Jahren hervor. Der Vertreter des Rumänischen Patriarchats überbrachte zudem die Glückwünsche von Patriarch Daniel von Rumänien, der Patriarch Daniil viele weitere Jahre gesegneten Dienstes unter dem Schutz der Gottesmutter und der Heiligen wünschte.

Zum Abschluss dankte Patriarch Daniil den Gläubigen, den Geistlichen sowie den staatlichen Institutionen und politischen Verantwortungsträgern für ihre Unterstützung der Kirche. Er rief dazu auf, gemeinsam daran zu arbeiten, die Autorität der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche weiter zu stärken und die Botschaft des Evangeliums zu noch mehr Menschen zu tragen. Der Festgottesdienst endete mit dem patriarchalen Segen und der Verteilung von Ikonen an die Gläubigen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in seiner Predigt zum vierten Sonntag nach Pfingsten das Spannungsfeld zwischen weltlicher und göttlicher Macht thematisierte. 

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