Patriarch Daniil: „Niemand hat eine Entschuldigung für seinen Unglauben“
Patriarch Daniil feierte die Göttliche Liturgie in der Kirche der heiligen Apostel Petrus und Paulus in Vrazhdebna und rief in seiner Predigt zu einem Glauben auf, der von Liebe, Demut und Vertrauen auf Christus geprägt ist. Foto: Patriarchat
Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, hat der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil die Göttliche Liturgie in der Kirche der heiligen Apostel Petrus und Paulus im Sofioter Stadtteil Vrazhdebna gefeiert. Im Mittelpunkt seiner Predigt stand das Evangelium von der Heilung des Dieners des Hauptmanns (Mt 8,5–13). Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Daniil hob hervor, dass der römische Hauptmann trotz seiner Herkunft einen tiefen Glauben, Demut und aufrichtige Liebe zu Christus besessen habe. Sein Vertrauen sei so groß gewesen, dass er überzeugt gewesen sei, Christus könne seinen Diener allein durch ein Wort heilen.
Unter Hinweis auf das Wort des Apostels Paulus, dass der Glaube durch die Liebe wirke (Gal 5,6), erklärte Patriarch Daniil, die Liebe führe den Menschen zu Gott und öffne sein Herz für die Gnade. Der Hauptmann sei zum Vorbild geworden, weil er sich weder von gesellschaftlichen Vorurteilen noch von menschlicher Eitelkeit habe leiten lassen, sondern Christus in Demut begegnet sei. Deshalb könne heute niemand den fehlenden Glauben mit den Umständen entschuldigen: „Niemand hat eine Entschuldigung für seinen Unglauben.“
Mit Blick auf die Gegenwart betonte Patriarch Daniil, Christus sei „derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebr 13,8). Auch heute könne der Herr den Glauben stärken, Herzen reinigen und den Menschen seinen Frieden schenken. Voraussetzung seien ein reines Gewissen, Aufmerksamkeit gegenüber Gott und eine aufrichtige Liebe zu Christus.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Serbien weitere Mittel für die Fertigstellung der Kirche des Heiligen Sava bereitstellt.
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