Initiative für Karfreitag als Feiertag in Österreich ist gescheitert

Der Karfreitag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag, in Österreich jedoch weiterhin nicht. Symbolfoto: jcomp/freepik.com

Das Volksbegehren „Karfreitag – Feiertag für alle“ ist in Österreich gescheitert. Bis zum Stichtag unterstützten lediglich 49.026 Bürger die Initiative – deutlich weniger als die erforderlichen 100.000 Unterschriften, damit sich der Nationalrat mit dem Anliegen befassen muss. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 23. Juni 2026.

Damit bleibt der Karfreitag weiterhin kein allgemeiner gesetzlicher Feiertag. Seit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im Jahr 2019 gilt die frühere Sonderregelung als diskriminierend, nach der nur Angehörige bestimmter evangelischer Kirchen Anspruch auf einen arbeitsfreien Tag hatten. Seither können Arbeitnehmer den Karfreitag lediglich als persönlichen Urlaubstag nutzen.

Im Vorfeld hatte die evangelische Bischöfin Cornelia Richter die Abschaffung des Sonderstatus als „Schlag ins Gesicht der Evangelischen“ bezeichnet, zugleich jedoch auf die komplexen rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen hingewiesen. Eine unmittelbare Reaktion der römisch-katholischen Kirche auf das Scheitern blieb zunächst aus.

Die Initiatoren hatten argumentiert, der Karfreitag erinnere an den Tod Jesu Christi und sei ein zentrales Ereignis des Christentums, das wie Weihnachten und Ostern als gesetzlicher Feiertag anerkannt werden sollte.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Bosnien-Herzegowina ein digitales Archiv zerstörter orthodoxer Kirchen gestartet wurde.

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