ROKA-Gemeinde in London: Wachstum stellt Kathedrale vor Herausforderungen
Bischof Irenei (2. v. r.) bei der Pfarrversammlung in der Kathedrale der Geburt der Gottesmutter in London. Foto: Diözese
In der Kathedrale der Geburt der Gottesmutter und der Heiligen Königlichen Märtyrer der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), Diözese Großbritannien und Westeuropa, hat die jährliche Pfarrversammlung unter dem Vorsitz von Bischof Irenei von London stattgefunden. Im Anschluss an die Liturgie am Allerheiligen-Sonntag zog die Gemeinde Bilanz eines dynamischen Jahres und stellte zugleich wichtige Weichen für die Zukunft, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
Im Mittelpunkt standen das kontinuierliche Wachstum der Gemeinde, der Ausbau des liturgischen Lebens sowie eine Vielzahl sozialer, katechetischer und kultureller Aktivitäten. Bischof Irenei hob besonders die zunehmende Beteiligung junger Menschen hervor: Regelmäßige Taufen junger Erwachsener nach abgeschlossenem Katechumenat, eine der aktivsten orthodoxen Jugendgruppen Europas sowie Initiativen wie die Jugendzeitschrift „Pokrov“ und internationale Begegnungen prägen das Gemeindeleben.
Auch strukturelle Entwicklungen wurden sichtbar, darunter die Eröffnung eines neuen Kirchenladens und die verbesserte Nutzung liturgischer Räume. Zudem berichteten die Verantwortlichen von einer stabilen Finanzlage und modernisierten Verwaltungsprozessen. Angesichts des starken Wachstums kündigte der Bischof konkrete Zukunftsschritte an: Die Gründung neuer Pfarreien in London habe Priorität, ebenso die Förderung von Berufungen zum geistlichen Dienst durch gezielte Ausbildung und Unterstützung.
Mit dem neu initiierten Priesterhilfsfonds soll zudem langfristig für die soziale Absicherung von Geistlichen und ihren Familien gesorgt werden – ein Modell, das perspektivisch auch in anderen Diözesen der Auslandskirche Anwendung finden könnte.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg über die radikale Jesus-Nachfolge predigte.
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