Bischofsversammlung in Belgrad erkannte Nonne Jefimija von Devič als Heilige an

Die neu kanonisierte Jefimija von Devič gilt als Beispiel für asketisches Leben und „heilige Torheit“ in der orthodoxen Tradition, links ihr Grabstein. Fotos: orthopedia.de

Die Bischofsversammlung der Serbisch-Orthodoxen Kirche hat eine neue Heilige in den liturgischen Kalender aufgenommen: die Nonne Jefimija von Devič, im Volk als selige Stojna (Zarić) bekannt. Die Entscheidung fiel während der jüngsten Sitzung vom 13. bis 19. Mai in Belgrad. Als Gedenktag wurde der 15. Februar festgelegt, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Jefimija wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Region Sjenica geboren und trat nach einer als wundersam beschriebenen Heilung in das Kloster Devič im Kosovo ein. Dort führte sie ein kraftvolles asketisches Leben, geprägt von Gebet, Fasten und Demut. Zeitgenossen beschrieben sie als sanft, zugleich aber geistlich eindringlich: Sie rief zur Umkehr auf und wurde im Volksmund „Pokajanje“ („die zur Reue Rufende“) genannt. Ihre erste Lebensbeschreibung verfasste der serbische Bischof Nikolaj Velimirović .

Besonders hervorgehoben wurde ihre Lebensform der „heiligen Torheit“, einer asketischen Tradition der Ostkirche, bei der Gläubigen durch bewusst ungewöhnliches Verhalten geistliche Wahrheiten bezeugen. Die Nonne Jefimija verband dabei scharfe Mahnungen mit Barmherzigkeit und wurde von Christen als auch von Muslimen der Region verehrt. Ihr wurden außerdem geistliche Einsicht und prophetische Worte zugeschrieben.

Die Nonne starb 1895 in Novi Pazar und wurde nahe der Peterskirche in Ras beigesetzt. Ihre anhaltende Volksverehrung, Berichte über außergewöhnliche Zeichen an ihrem Grab sowie ihr asketisches Leben führen schließlich zur offiziellen Heiligsprechung.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Alexej Veselov für eine bewusste Vorbereitung auf Ehe und Familie plädierte.

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