Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen kennt Bedeutung von Pfingsten kaum

Für viele Menschen in Deutschland ist Pfingsten vor allem ein verlängertes Wochenende – die religiöse Bedeutung tritt zunehmend in den Hintergrund. Ein Gottesdienstbesuch steht nur für eine kleine Minderheit auf dem Programm. Foto: Freepik.com
Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, dass nur wenige Menschen in Deutschland Pfingsten religiös begehen. Auch beim Wissen über die Bedeutung des Festes bestehen deutliche Lücken, wie das katholische Nachrichtenportal CNA am 22. Mai 2026 berichtete.
Nur fünf Prozent der Deutschen verbringen die Pfingstfeiertage mit Gottesdiensten oder anderen religiösen Aktivitäten. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage unter knapp 19.000 Erwachsenen hervor. Stattdessen stehen Erholung zu Hause (50 Prozent) sowie Zeit mit Familie und Freunden (45 Prozent) im Vordergrund.
Auch das Wissen über die religiöse Bedeutung von Pfingsten ist begrenzt. 31 Prozent der Befragten gaben an, diese gar nicht oder eher nicht zu kennen, weitere 31 Prozent nur teilweise. Lediglich ein Drittel fühlt sich nach eigenen Angaben gut oder sehr gut informiert.
Pfingsten gilt im Kirchenjahr neben Weihnachten und Ostern als Hochfest. Es erinnert an die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel und wird traditionell als „Geburtstag der Kirche“ verstanden. Der biblischen Überlieferung zufolge traten die Apostel danach erstmals öffentlich mit der Verkündigung des Evangeliums auf. In Deutschland ist der Pfingstmontag, in diesem Jahr der 25. Mai, ein gesetzlicher Feiertag. Die orthodoxen Kirchen feiern Pfingsten in diesem Jahr am 31. Mai (Tag der Heiligen Dreiheit) und 1. Juni (Tag des Heiligen Geistes).
Auffällig ist, dass jüngere Erwachsene laut der Umfrage etwas stärker religiös geprägt sind: In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen liegt der Anteil religiöser Aktivitäten bei zehn Prozent und damit doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Auch beim Wissen über die Bedeutung des Festes schneiden sie besser ab als mittlere Altersgruppen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Feuerwehr Ikonen aus einer brennenden orthodoxen Kirche bei Zrenjanin in Serbien rettete.
Lesen Sie auch
Ukrainische orthodoxe Gemeinde in Neustrelitz feierte Gottesdienst
In der ukrainischen orthodoxen Gemeinde in Neustrelitz fanden ein Treffen der Gläubigen mit dem Priester und eine kurze Unterrichtseinheit für Kinder statt.
Historische Orgel im evangelischen Berliner Dom wird saniert
Für die Reinigung des Instruments von 1905 und den Austausch von mehr als 7.000 Membranen sind rund 400.000 Euro vorgesehen.
Münchner orthodoxe Pilger besuchten die Heiligtümer des Kosovo
Rund 50 Gläubige aus München unternahmen eine viertägige Pilgerreise zu bedeutenden serbisch-orthodoxen Heiligtümern im Kosovo und in Metochien.
Oberhaupt der Metropolie Bessarabien bat die USA um Unterstützung
Metropolit Antonie bat US-Diplomaten um Unterstützung bei Streitigkeiten über die Übertragung historischer Kirchen in der Republik Moldau.
Patriarch Porfirije warnte vor Bedrohung christlicher Präsenz in Palästina
Patriarch Porfirije bezeichnete die Bedrängung der Christen in Palästina als Gefahr für die religiöse und gesellschaftliche Einheit der Region.
US-Bischofsversammlung berichtete über Rückgang der Christen in der Ukraine
Die Teilnehmer der Versammlung der kanonischen orthodoxen Bischöfe der USA verwiesen auf die Gefahren für Gläubige in der Ukraine und im Nahen Osten und riefen zur Einstellung der Kampfhandlungen auf.