Neues Video von Photisis TV stellt antiochenisch-orthodoxe Gemeinde in Köln vor
Erzpriester Damian (l.) im Gespräch mit Moderator Paisios (r.) über Geschichte und Gegenwart der antiochenisch-orthodoxen Gemeinde in Köln. Foto: Screenshot YouTube
Der orthodoxe Medienkanal Photisis TV hat am 22. Mai 2026 auf seinem YouTube-Kanal ein neues Video veröffentlicht. Darin geht es um ein Interview zwischen dem Moderator Paisios und Erzpriester Damian über die Entstehung und Entwicklung der antiochenisch-orthodoxen Gemeinde St. Dimitrios in Köln sowie die Geschichte der Christen aus Antiochien in Deutschland.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Entwicklung der Gemeinde von ihren Anfängen ohne eigene Kirchengebäude bis hin zu einer gefestigten kirchlichen Struktur. Erzpriester Damian erläutert, dass die ersten Gläubigen ihren Glauben in Deutschland vor allem in Privathäusern lebten. Diese Hausliturgien seien geprägt gewesen von Einfachheit, Opferbereitschaft und enger Gemeinschaft und hätten das geistliche Fundament für die heutige Gemeinde gelegt.
Die Anfangszeit war von erheblichen Herausforderungen geprägt, darunter Sprachbarrieren, kulturelle Isolation und fehlende kirchliche Infrastruktur. Dennoch habe der Glaube die Menschen gestärkt und enger zusammengeschweißt. Ein wichtiger Schritt sei die Nutzung katholischer Kirchenräume gewesen, die als Ausdruck christlicher Nächstenliebe und ökumenischer Offenheit gewertet wird.
Besondere Bedeutung misst Erzpriester Damian der Rolle des Metropoliten Isaak (Barakat) bei, der als geistlicher Vater die Einheit des Glaubens wahrt und sowohl pastorale als auch organisatorische Verantwortung für die Gemeinden in mehreren Ländern trägt. Die bischöfliche Struktur sei entscheidend dafür, dass sich die Diaspora von einer losen Migrantengemeinschaft zu einer anerkannten Ortskirche entwickeln konnte.
Heute umfasst die Gemeinde in Köln rund 750 Familien und verfügt über ein breites religiöses und soziales Angebot für alle Altersgruppen. Sie gilt als „Muttergemeinde“ für zahlreiche weitere antiochenisch-orthodoxe Gemeinden in Deutschland, von denen inzwischen mehr als 35 entstanden sind. Die Kirche sei dabei nicht nur Ort des Gebets, sondern auch Zentrum von Identität, Kultur und Gemeinschaft für die Gläubigen in der Diaspora.
Das Video wurde unter der Leitung von „JesusLiebtEuch33“, dem Gründer des Discord-Servers „Apostolische Kirche“ sowie des YouTube- und Spotify-Kanals Photisis TV, organisiert und produziert. Ziel des Projektes ist es, orthodoxe Themen verständlich zu vermitteln, Einblicke in das Leben der Kirche zu geben und Menschen über soziale Medien mit dem orthodoxen Glauben vertraut zu machen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Alexej Veselov für eine bewusste Vorbereitung auf Ehe und Familie plädierte.
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