Zahl antisemitischer Vorfälle in Köln erreichte neuen Höchststand

Die Synagoge in Köln. Foto: Jüdische Allgemeine

Die Synagoge in Köln. Foto: Jüdische Allgemeine

Im Jahr 2025 registrierte die Fachstelle gegen Antisemitismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln insgesamt 321 antisemitische Vorfälle. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von rund 40 Prozent. Damit wurde bereits zum fünften Mal in Folge seit Beginn der systematischen Erfassung im Jahr 2020 ein neuer Höchststand erreicht, wie auf MSN berichtet wurde.

Besonders deutlich stieg die Zahl antisemitisch motivierter Angriffe. Laut dem Bericht stieg die Zahl körperlicher Übergriffe von vier auf zehn. Betroffen waren unter anderem Spieler des jüdischen Fußballvereins Makkabi Köln sowie ein Journalist am Rande einer israelfeindlichen Demonstration. Die Fachstelle erklärte, darin mögliche Hinweise auf eine sinkende Hemmschwelle für antisemitische Gewalt zu sehen.

Der Großteil der dokumentierten Vorfälle bestand weiterhin aus Beleidigungen, Schmierereien und antisemitischen Äußerungen auf Demonstrationen. Nach Angaben der Fachstelle waren mindestens 225 Menschen unmittelbar von antisemitischen Taten oder Aussagen betroffen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die EKD und der Zentralrat der Juden gemeinsam interreligiösen Austausch ausbauen wollen.

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