„Der Bote“ widmet sich in der neuen Ausgabe dem Jubiläum der ROKA-Diözese

Metropolit Mark (l.) äußert sich im Interview zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Diözese und zur Bedeutung kirchlicher Kultur. Foto: Der Bote

Die neue Ausgabe (1/2026) der Zeitschrift „Der Bote“ der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) widmet sich schwerpunktmäßig dem 100-jährigen Jubiläum der Diözese, theologischen Auslegungen sowie aktuellen kirchlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Das offizielle Organ der ROKA in Deutschland wird von der Bruderschaft des Klosters des Heiligen Hiob von Počaev in München erstellt und ist auch online in russischer und deutscher Sprache verfügbar, wie die Diözese auf ihrer Webseite mitteilte.

Im Zentrum steht ein Interview mit Metropolit Mark (Arndt), der anlässlich des Jubiläums die Bedeutung einer über nationale Herkunft hinausgehenden kirchlichen Kultur betont. Ergänzt wird dies durch seine Osterbotschaft sowie eine Chronik der Diözese für das Jahr 2025, die zentrale Entwicklungen und Ereignisse dokumentiert.

Theologisch geprägt ist die Ausgabe durch die Fortsetzung des Kommentars des heiligen Justin von Čelije zum Johannesevangelium, der die patristische Schriftauslegung vertieft. Einen zeitdiagnostischen Akzent setzt Erzpriester Nikolai Artemoff, der die zunehmende Verbreitung der Feuerbestattung als Ausdruck religiöser Indifferenz deutet und zur Reflexion über Glaubenspraxis und Gesellschaft anregt.

Historisch-wissenschaftliche Perspektiven eröffnet ein Beitrag des Archivars Anatolij Kinstler zur Gottesdienstordnung der russischen Kirche der heiligen Elisabeth in Wiesbaden (1865–1866), der Fragen der Zuschreibung und des kirchlichen Kontexts untersucht. Abgerundet wird das Heft durch Berichte aus dem Leben der Diözese zu Beginn des Jahres 2026.

Die UOJ berichtete zuvor, dass serbische Bischöfe die Verfolgung der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche anprangerten.

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